Berliner Boersenzeitung - Bosnien alarmiert Europa

EUR -
AED 4.359701
AFN 77.757102
ALL 96.948698
AMD 444.699464
ANG 2.125039
AOA 1088.588741
ARS 1702.923209
AUD 1.714995
AWG 2.138596
AZN 2.021557
BAM 1.96286
BBD 2.372533
BDT 144.098283
BGN 1.993614
BHD 0.444097
BIF 3488.748089
BMD 1.18712
BND 1.506719
BOB 8.140278
BRL 6.280338
BSD 1.177937
BTN 108.130918
BWP 16.33977
BYN 3.334794
BYR 23267.547114
BZD 2.369121
CAD 1.626182
CDF 2587.921121
CHF 0.919152
CLF 0.026172
CLP 1033.435807
CNY 8.278502
CNH 8.24633
COP 4244.867648
CRC 582.996883
CUC 1.18712
CUP 31.458673
CVE 110.663025
CZK 24.262888
DJF 209.774503
DKK 7.46893
DOP 74.216938
DZD 153.741969
EGP 55.72209
ERN 17.806796
ETB 183.491771
FJD 2.671374
FKP 0.87014
GBP 0.86873
GEL 3.193892
GGP 0.87014
GHS 12.840183
GIP 0.87014
GMD 86.659416
GNF 10318.111474
GTQ 9.04152
GYD 246.456438
HKD 9.255896
HNL 31.07276
HRK 7.562187
HTG 154.495679
HUF 382.056089
IDR 19916.842261
ILS 3.721443
IMP 0.87014
INR 108.731869
IQD 1543.250658
IRR 50007.419685
ISK 146.336543
JEP 0.87014
JMD 185.426931
JOD 0.841656
JPY 183.353616
KES 151.836114
KGS 103.813146
KHR 4741.052291
KMF 498.590857
KPW 1068.53173
KRW 1716.942901
KWD 0.363735
KYD 0.981731
KZT 593.002872
LAK 25456.560406
LBP 105488.714556
LKR 364.9426
LRD 217.923813
LSL 19.013085
LTL 3.505256
LVL 0.718077
LYD 7.494957
MAD 10.790109
MDL 20.049111
MGA 5329.167584
MKD 61.852467
MMK 2492.115988
MNT 4231.416567
MOP 9.46143
MRU 47.096393
MUR 54.500911
MVR 18.340887
MWK 2042.646852
MXN 20.603716
MYR 4.755009
MZN 75.868517
NAD 19.013085
NGN 1686.968579
NIO 43.345904
NOK 11.555192
NPR 173.009268
NZD 1.990894
OMR 0.45599
PAB 1.178037
PEN 3.951914
PGK 5.038121
PHP 70.000908
PKR 329.600785
PLN 4.208322
PYG 7877.332649
QAR 4.294747
RON 5.121204
RSD 117.82378
RUB 88.869713
RWF 1718.07947
SAR 4.450437
SBD 9.643699
SCR 16.92086
SDG 714.127227
SEK 10.59118
SGD 1.509209
SHP 0.890647
SLE 28.961659
SLL 24893.306742
SOS 672.017065
SRD 45.25422
STD 24570.982054
STN 24.588438
SVC 10.307072
SYP 13129.039792
SZL 19.008368
THB 37.061483
TJS 11.014215
TMT 4.154919
TND 3.429334
TOP 2.858299
TRY 51.482414
TTD 8.00178
TWD 37.258709
TZS 3015.64647
UAH 50.792989
UGX 4163.976705
USD 1.18712
UYU 44.610452
UZS 14297.423992
VES 418.181232
VND 31155.957857
VUV 141.865532
WST 3.271215
XAF 658.324817
XAG 0.011527
XAU 0.000238
XCD 3.20825
XCG 2.123036
XDR 0.818745
XOF 658.324817
XPF 119.331742
YER 282.886219
ZAR 19.118541
ZMK 10685.511537
ZMW 23.110121
ZWL 382.252075
  • Goldpreis

    0.0000

    4979.7

    0%

  • SDAX

    -42.9800

    18302.82

    -0.23%

  • Euro STOXX 50

    -7.9700

    5948.2

    -0.13%

  • DAX

    44.2100

    24900.71

    +0.18%

  • MDAX

    59.1200

    31746.12

    +0.19%

  • TecDAX

    18.8300

    3723.82

    +0.51%

  • EUR/USD

    0.0130

    1.1889

    +1.09%


Bosnien alarmiert Europa




Bosnien und Herzegowina steckt in der schwersten Staatskrise seit dem Ende des Krieges – und der Balkan rückt gefährlich nah an eine Eskalation. Auslöser ist der anhaltende Machtkampf zwischen dem serbischen Landesteil Republika Srpska (RS) und den gesamtstaatlichen Institutionen in Sarajevo: Die Wahlkommission hat für den 23. November 2025 vorgezogene Präsidentschaftswahlen in der RS angesetzt – mitten in einer Zuspitzung, die Brüssel und Washington gleichermaßen alarmiert. 

Im Zentrum steht RS-Chef Milorad Dodik. Nach der rechtskräftigen Bestätigung eines Urteils – ein Jahr Haft und ein sechsjähriges Politikverbot wegen Missachtung staatlicher Entscheidungen – wurde ihm das Amt entzogen. Dodik weigert sich jedoch, den Schritt zu akzeptieren, kündigte Gegenschritte an und versucht, sich mit Rückendeckung aus Banja Luka politisch zu behaupten. Sein Lager fordert Referenden und stellt offen die Autorität des Hohen Repräsentanten in Frage. 

Die Krise ist mehr als ein juristisches Tauziehen. Das Parlament der RS hat im Frühjahr im Eiltempo die Ausarbeitung einer neuen Entfassungslinie beschlossen – ein symbolischer Tabubruch, der die Blockade im Gesamtstaat weiter verschärft. Parallel dazu hält die Führung in Banja Luka an umstrittenen Eigentumsgesetzen fest, die bereits durch das Verfassungsgericht ausgesetzt und vom Hohen Repräsentanten gestoppt wurden. 

Internationale Linien verhärten sich: Die USA haben im Januar 2025 erneut Akteure aus Dodiks Umfeld wegen anti-Dayton-Aktivitäten sanktioniert; schon zuvor hatte das US-Finanzministerium sein Netzwerk ins Visier genommen. Umgekehrt erhält Dodik politisches Rückenwind aus Belgrad, Moskau und Budapest, wo man die Urteile und Eingriffe als politisch motiviert darstellt. Das Ergebnis ist ein toxisches Gemisch aus Strafmaßnahmen, Gegenrhetorik und institutioneller Sabotage. 

Sicherheitsarchitektur unter Druck: Die EU hat das Mandat der Stabilisierungstruppe EUFOR-Althea bis 2. November 2025 verlängert und die Präsenz zuletzt punktuell erhöht. Reserven können kurzfristig aktiviert werden; zuletzt verstärkten u. a. rumänische Einheiten den Verband. Die Botschaft ist eindeutig: Abschreckung, um einen „SASE“ – Safe and Secure Environment – zu garantieren. 

Gleichzeitig steht Bosnien offiziell auf dem EU-Pfad: Im März 2024 gaben die EU-Staats- und Regierungschefs grünes Licht für die Eröffnung von Beitrittsverhandlungen. Doch jede weitere Verhärtung in Banja Luka, jeder Boykott staatlicher Institutionen und jede Delegitimierung des Hohen Repräsentanten entfernt das Land von Kopenhagen-Kriterien und Reformfahrplan – und verschärft die Sorge, dass der Dayton-Frieden strukturell erodiert. 

Vor Ort wachsen Angst und Abwanderung. Rückkehrer aus der Nachkriegszeit berichten von wachsender Unsicherheit; Überlebende der Kriegsverbrechen warnen vor der Normalisierung von Genozid-Leugnung und Kriegsrhetorik. Analysten sprechen vom „größten Stresstest seit 1995“ – und mahnen, dass ein „Dayton 2.0“ mit neuer Machtbalance und funktionsfähiger Staatsebene realistischer werden könnte, je länger der Pattzustand anhält. 

Was jetzt zählt, ist eine Doppelstrategie aus klaren roten Linien und konkreten Anreizen: Die EU muss EUFOR belastbar halten, gerichtliche Entscheidungen schützen und gleichzeitig greifbare Vorteile bei Justiz-, Eigentums- und Verwaltungsreformen bieten. Für Sarajevo bedeutet das, die Handlungsfähigkeit der Zentralebene zu sichern; für Banja Luka, dass Sezessionsfantasien mit realen wirtschaftlichen Kosten verbunden sind. Ohne eine rasche Deeskalation – und ohne glaubwürdige Perspektive auf funktionierende Institutionen – bleibt der Balkan am Rand eines neuen Konflikts.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...