Berliner Boersenzeitung - US‑Wirtschaft am Scheideweg

EUR -
AED 4.208089
AFN 74.469884
ALL 91.161784
AMD 416.35351
ANG 2.051196
AOA 1051.739242
ARS 1732.950606
AUD 1.616146
AWG 2.062234
AZN 1.953977
BAM 1.942634
BBD 2.308167
BDT 141.103106
BGN 1.928694
BHD 0.431971
BIF 3431.328086
BMD 1.145686
BND 1.459304
BOB 12.600658
BRL 5.908318
BSD 1.146038
BTN 109.967374
BWP 15.543591
BYN 3.480199
BYR 22455.43589
BZD 2.30483
CAD 1.602848
CDF 2646.533948
CHF 0.94565
CLF 0.027698
CLP 1093.682729
CNY 7.683423
CNH 7.689784
COP 3594.313306
CRC 512.62363
CUC 1.145686
CUP 30.360666
CVE 109.986006
CZK 24.320151
DJF 203.611371
DKK 7.473763
DOP 67.423188
DZD 153.387622
EGP 59.809139
ERN 17.185283
ETB 184.398437
FJD 2.567195
FKP 0.850026
GBP 0.856229
GEL 2.973356
GGP 0.850026
GHS 13.181147
GIP 0.850026
GMD 84.78058
GNF 10056.251648
GTQ 8.748747
GYD 239.766113
HKD 8.987668
HNL 30.758411
HRK 7.529678
HTG 149.785533
HUF 364.661958
IDR 20321.023795
ILS 3.468561
IMP 0.850026
INR 110.140419
IQD 1501.420854
IRR 1574830.652465
ISK 139.808484
JEP 0.850026
JMD 180.854321
JOD 0.812355
JPY 179.025256
KES 148.45781
KGS 100.190089
KHR 4643.463451
KMF 490.353504
KPW 1031.117318
KRW 1578.078884
KWD 0.353959
KYD 0.955023
KZT 509.570988
LAK 25646.16963
LBP 102596.137246
LKR 379.845724
LRD 200.09358
LSL 18.676999
LTL 3.382911
LVL 0.693013
LYD 7.26939
MAD 10.846193
MDL 19.980502
MGA 4955.308942
MKD 61.115808
MMK 2405.509435
MNT 4118.825477
MOP 9.259942
MRU 45.896271
MUR 54.179273
MVR 17.655131
MWK 1989.48908
MXN 19.740929
MYR 4.661105
MZN 73.213537
NAD 18.673651
NGN 1524.150847
NIO 42.173996
NOK 10.809325
NPR 175.954297
NZD 2.004245
OMR 0.440534
PAB 1.146008
PEN 3.847175
PGK 5.181882
PHP 72.017415
PKR 317.696653
PLN 4.362539
PYG 6781.043773
QAR 4.174869
RON 5.262018
RSD 117.373182
RUB 96.513321
RWF 1684.157692
SAR 4.299844
SBD 9.207015
SCR 15.898297
SDG 689.129408
SEK 11.300171
SGD 1.461663
SHP 0.855787
SLE 28.229436
SLL 24024.442886
SOS 654.958383
SRD 43.25249
STD 23713.376815
STN 24.334972
SVC 10.027995
SYP 14896.203222
SZL 18.655649
THB 38.231658
TJS 10.570119
TMT 4.009899
TND 3.355162
TOP 2.758536
TRY 55.736802
TTD 7.770103
TWD 36.555615
TZS 3030.479047
UAH 51.108331
UGX 4486.593631
USD 1.145686
UYU 46.107522
UZS 13511.430854
VES 963.732337
VND 29786.104591
VUV 135.370775
WST 3.135436
XAF 655.957
XAG 0.018191
XAU 0.000269
XCD 3.096273
XCG 2.065393
XDR 0.810059
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 270.962373
ZAR 18.766012
ZMK 10312.544536
ZMW 22.49048
ZWL 368.910265
SSP 6479.176326
MXV 2.238353
  • EUR/USD

    0.0003

    1.1472

    +0.03%

  • TecDAX

    7.9000

    3984.52

    +0.2%

  • Euro STOXX 50

    30.0000

    6266.5

    +0.48%

  • SDAX

    39.6200

    18166.95

    +0.22%

  • Goldpreis

    -77.3000

    4310.2

    -1.79%

  • DAX

    135.4700

    25537.75

    +0.53%

  • MDAX

    141.0200

    31276.77

    +0.45%


US‑Wirtschaft am Scheideweg




USA am Rande einer Krise: Warum bricht die amerikanische Wirtschaft zusammen? Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen im Spätsommer 2025 unter wirtschaftlichem Druck. Während die Wirtschaft in den vergangenen Jahren nach der COVID‑19‑Rezession wieder Fahrt aufgenommen hatte, sorgen neue Handelsbarrieren, steigende Preise und politische Unsicherheiten für wachsende Angst vor einer Rezession. Aktuelle Wirtschaftsindikatoren und Prognosen legen nahe, dass die weltgrößte Volkswirtschaft an einem Wendepunkt steht.

Handelskonflikte und Börsenturbulenzen
Ende März 2025 kündigte die US‑Regierung eine umfassende 10‑Prozent‑Abgabe auf fast alle Importe an. Kurz darauf reagierten die Finanzmärkte: Aktienkurse fielen über Wochen, und am 2. April beschleunigte sich der Einbruch deutlich. Ökonomen wiesen darauf hin, dass die Belastung der Importe wie eine Steuer wirkt und damit die Preise für Konsumgüter erhöht. Analysten eines großen US‑Finanzinstituts schätzten unmittelbar nach der Ankündigung, dass die Wahrscheinlichkeit einer rezessiven Phase bei 60 Prozent liege, andere Häuser setzten die Wahrscheinlichkeit zwischen 40 und 50 Prozent an. Die Sorge vor einer „stagflationären“ Entwicklung, also zugleich stagnierendem Wachstum und erhöhter Inflation, lässt Investoren seitdem vorsichtiger agieren.

Was eine Rezession ausmacht
Eine Rezession zeichnet sich durch mehrere gleichzeitig auftretende Faktoren aus. Unternehmen reduzieren ihre Investitionen, weil sie pessimistisch in die Zukunft blicken. Dies führt oft zu steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Arbeitsstunden. Auch wenn die Arbeitslosenquote im Frühjahrsbericht noch bei 4,2 Prozent lag, warnen Ökonomen, dass sie bei einer anhaltenden Schwäche steigen könnte. Zugleich stagnieren die Löhne, da Arbeitnehmer weniger Auswahl an gut bezahlten Stellen haben. Angesichts der Unsicherheit sparen viele Haushalte, wodurch der Konsum sinkt – eine Entwicklung, die wiederum die Unternehmen zu weiteren Kürzungen veranlasst. Dieser Teufelskreis ist typisch für Abschwungphasen.

Gedämpftes Wachstum trotz robuster Daten
Offizielle Daten des U.S. Bureau of Economic Analysis zeigen, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal 2025 stärker wuchs als ursprünglich erwartet: Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg um 3,3 Prozent, nachdem es im ersten Quartal noch um 0,5 Prozent gefallen war. Der Aufschwung wurde vor allem durch gestiegenen Konsum und rückläufige Importe getragen. Gleichzeitig sanken jedoch die Investitionen und die Exporte. Die Preisindizes zeigten, dass der Index für inländische Käufe um 1,8 Prozent und der PCE‑Preisindex um 2,0 Prozent stiegen, während der Kernindex (ohne Lebensmittel und Energie) um 2,5 Prozent zunahm. Damit bleiben die Preissteigerungen über dem 2‑Prozent‑Ziel der Zentralbank.

Banken und Forschungseinrichtungen warnten, dass dieser temporäre Aufschwung nicht über strukturelle Probleme hinwegtäuscht. Ein großer Finanzdienstleister reduzierte seine Wachstumsprognose für 2025 von 2 Prozent auf 1,3 Prozent und bezifferte die Rezessionswahrscheinlichkeit für das zweite Halbjahr weiterhin bei rund 40 Prozent. Er verwies insbesondere auf den inflationären Impuls der Zölle, der die Kaufkraft der Bevölkerung mindern dürfte. Zwar könnten Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz den Aktienmarkt stützen, doch diese Wachstumsinseln reichen nicht aus, um das gesamte BIP zu tragen.

Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen
Die höheren Importpreise treffen vor allem Verbraucher: Elektrowaren, Möbel und andere Konsumgüter verteuerten sich in den Monaten nach Einführung der Zölle deutlich. Gleichzeitig geraten Unternehmen unter Druck. Viele Firmen verlagern Investitionen zurück oder verschieben Projekte, weil sie höhere Kosten für Vorprodukte tragen müssen und die Nachfrage unsicher wird. Kleine und mittelständische Betriebe leiden zudem unter höheren Kreditkosten – obwohl die Zentralbank mit einer Senkung der Leitzinsen rechnet, verharren die Renditen für Unternehmensanleihen auf erhöhtem Niveau.

Auch der Arbeitsmarkt sendet gemischte Signale: Die Zahl der neu geschaffenen Stellen ist in den Sommermonaten langsamer gestiegen, und in einigen Regionen, vor allem im verarbeitenden Gewerbe, kam es zu Entlassungen. Zwar ist die Arbeitslosenquote noch vergleichsweise niedrig, doch Ökonomen warnen, dass sie im Falle eines starken Abschwungs rasch ansteigen könnte.

Politische Unsicherheit und Verschuldung
Neben den konjunkturellen Faktoren belasten die hohe Staatsverschuldung und politische Unwägbarkeiten die Wirtschaft. Die von der Regierung angekündigten Steuersenkungen und Infrastrukturprogramme könnten das Defizit weiter erhöhen. Gleichzeitig wird der Kongress weiterhin um die Erhöhung der Schuldenobergrenze streiten, was die Finanzmärkte in den letzten Jahren wiederholt verunsichert hat. Ratingagenturen warnen davor, dass ein erneutes politisches Patt das Vertrauen der Anleger in die Kreditwürdigkeit der USA erschüttern könnte.

Fazit und wirtschaftlicher Ausblick
Die US‑Wirtschaft zeichnet sich derzeit durch widersprüchliche Signale aus. Einerseits zeigen die jüngsten offiziellen Daten ein überraschend robustes Wachstum im zweiten Quartal 2025. Andererseits deuten höhere Zölle, steigende Preise, gedämpfte Investitionen und wachsende Rezessionsängste darauf hin, dass das Land am Rande einer Krise steht. Analysten warnen, dass eine kombination aus Handelspolitik, Inflation und politischer Unsicherheit das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern schwächen und so einen Abschwung auslösen könnte.
Ob die Vereinigten Staaten einen harten Aufschlag erleben oder mit einem „weichen Landen“ davonkommen, hängt davon ab, wie schnell die Politik reagiert und ob die globalen Spannungen gemildert werden können.




Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...