Berliner Boersenzeitung - Massenentlassungen und KI

EUR -
AED 4.251811
AFN 74.676969
ALL 91.824045
AMD 420.444952
ANG 2.072782
AOA 1062.80796
ARS 1750.50039
AUD 1.618835
AWG 2.085383
AZN 1.972314
BAM 1.954141
BBD 2.33287
BDT 142.928686
BGN 1.948991
BHD 0.436739
BIF 3455.156879
BMD 1.157742
BND 1.468566
BOB 14.419699
BRL 5.930417
BSD 1.158242
BTN 110.612592
BWP 15.604025
BYN 3.517705
BYR 22691.749795
BZD 2.329483
CAD 1.6062
CDF 2670.911682
CHF 0.947022
CLF 0.027546
CLP 1087.687364
CNY 7.766425
CNH 7.765285
COP 3581.371721
CRC 521.768403
CUC 1.157742
CUP 30.680172
CVE 110.171965
CZK 24.256986
DJF 206.259386
DKK 7.475212
DOP 68.173608
DZD 154.638086
EGP 59.397505
ERN 17.366135
ETB 186.964939
FJD 2.576845
FKP 0.855823
GBP 0.856903
GEL 3.01436
GGP 0.855823
GHS 13.273676
GIP 0.855823
GMD 85.097551
GNF 10182.258182
GTQ 8.843532
GYD 242.323275
HKD 9.080063
HNL 31.087151
HRK 7.53262
HTG 151.385431
HUF 364.266842
IDR 20420.259331
ILS 3.509522
IMP 0.855823
INR 110.425059
IQD 1517.312142
IRR 1591432.615658
ISK 139.75103
JEP 0.855823
JMD 182.95787
JOD 0.820812
JPY 178.405199
KES 149.869739
KGS 101.24519
KHR 4697.134901
KMF 492.039902
KPW 1041.968471
KRW 1557.348276
KWD 0.357002
KYD 0.965202
KZT 522.657667
LAK 25914.340292
LBP 103723.249961
LKR 380.781735
LRD 202.106711
LSL 18.702568
LTL 3.418512
LVL 0.700307
LYD 7.32594
MAD 10.823467
MDL 20.072137
MGA 4985.854259
MKD 61.472823
MMK 2431.206788
MNT 4163.908015
MOP 9.355859
MRU 46.574474
MUR 54.379389
MVR 17.887478
MWK 2008.429989
MXN 19.669576
MYR 4.706802
MZN 73.991729
NAD 18.702729
NGN 1534.437273
NIO 42.624926
NOK 10.769429
NPR 176.983602
NZD 2.00099
OMR 0.446111
PAB 1.158212
PEN 3.895094
PGK 5.228562
PHP 72.776261
PKR 321.100591
PLN 4.325209
PYG 6859.32609
QAR 4.222035
RON 5.251281
RSD 117.229992
RUB 97.782461
RWF 1708.479398
SAR 4.343242
SBD 9.276996
SCR 15.939851
SDG 696.38304
SEK 11.263849
SGD 1.468891
SHP 0.857047
SLE 28.422534
SLL 24277.268525
SOS 661.949588
SRD 43.899856
STD 23962.928893
STN 24.479751
SVC 10.134617
SYP 15052.966154
SZL 18.705527
THB 38.391
TJS 10.713614
TMT 4.063676
TND 3.380445
TOP 2.787566
TRY 56.288972
TTD 7.861497
TWD 36.728225
TZS 3065.140207
UAH 51.592801
UGX 4482.176281
USD 1.157742
UYU 46.621234
UZS 13620.38053
VES 962.602203
VND 30019.679914
VUV 136.98027
WST 3.167567
XAF 655.957
XAG 0.018085
XAU 0.000267
XCD 3.128856
XCG 2.087428
XDR 0.818584
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 274.443075
ZAR 18.740497
ZMK 10421.070972
ZMW 22.354605
ZWL 372.79256
SSP 6540.376337
MXV 2.230968
  • Goldpreis

    -33.8000

    4375.1

    -0.77%

  • EUR/USD

    -0.0030

    1.1571

    -0.26%

  • DAX

    207.3600

    25568.56

    +0.81%

  • Euro STOXX 50

    56.1600

    6325.13

    +0.89%

  • TecDAX

    39.7700

    3980.48

    +1%

  • SDAX

    -68.2200

    18346.58

    -0.37%

  • MDAX

    67.3900

    31663.79

    +0.21%


Massenentlassungen und KI




Die Vereinigten Staaten erleben derzeit einen Umbruch auf dem Arbeitsmarkt, wie er in jüngerer Zeit nicht zu beobachten war. Während die Welt noch mit den Nachwehen der Pandemie kämpft, hat eine neue Welle von Massenentlassungen die US‑Wirtschaft erfasst, und viele Unternehmen begründen sie mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Laut aktuellen Auswertungen haben US‑Arbeitgeber im Jahr 2025 insgesamt rund 1,17 Millionen Stellen gestrichen; damit wurde der höchste Wert seit dem Schockjahr 2020 erreicht. Bemerkenswert ist, dass fast 55 000 dieser Entlassungen ausdrücklich mit KI begründet wurden. Diese Zahl markiert erst den Anfang eines Trends, der mittlerweile auch das Jahr 2026 prägt.

Wer entlässt und warum?
Zu den Vorreitern des Abbaus zählen Tech‑Konzerne: Amazon trennte sich 2025 von 14 000 Beschäftigten und begründete dies damit, Ressourcen „auf die größten Wetten“ der Zukunft zu lenken. Beth Galetti, Personalchefin des Unternehmens, sprach in einer internen Mitteilung davon, dass diese Generation von KI die „transformativste Technologie seit dem Internet“ sei. Microsoft kündigte im selben Jahr eine Reduktion von etwa 15 000 Arbeitsplätzen an; Vorstandschef Satya Nadella betonte, dass man das Selbstverständnis des Konzerns im Zeitalter der KI neu definieren müsse. Salesforce strich rund 4 000 Service‑Jobs und verwies darauf, dass KI bereits bis zu 50 % der internen Arbeit übernehme. IBM ersetzte Hunderte von Stellen im Personalwesen durch Chatbots, während CrowdStrike, Workday und andere ebenfalls Entlassungen mit dem Einsatz automatisierter Systeme erklärten.

Bei vielen dieser Schritte spricht das Management von einer „Neuausrichtung“, die durch KI‑gestützte Produktivität möglich werde. Allerdings bezweifeln Expertinnen und Experten, dass Automatisierung allein die treibende Kraft ist. Studien aus dem Umfeld der Massachusetts Institute of Technology zeigen, dass KI derzeit Aufgaben übernimmt, die rund 11,7 % der Tätigkeiten in den USA abdecken können, was Arbeitgebern mittelfristig bis zu 1,2 Billionen Dollar an Lohnkosten ersparen könnte. Fabian Stephany vom Oxford Internet Institute weist jedoch darauf hin, dass viele Unternehmen während der Pandemie zu stark expandiert haben und die aktuellen Entlassungen eher eine „Marktbereinigung“ seien, die nun unter dem Deckmantel der KI verkauft werde. Er bezeichnet diese Praxis als „AI‑Waschen“: Unternehmen nutzen den Hype um KI, um schmerzhafte Personalentscheidungen in ein innovatives Licht zu rücken.

Jenseits der Technologie: andere Ursachen
Hinter den Schlagzeilen über „KI‑bedingte Entlassungen“ verbergen sich weitere Faktoren. Macrowirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Finanzierungskosten und handelspolitische Spannungen setzen insbesondere den Tech‑Sektor unter Druck. Eine Analyse der US‑Stellenkürzungen zeigt, dass sich der Fokus im Jahr 2025 von einer Korrektur der Überbesetzung nach der Pandemie hin zur Anpassung an wirtschaftliche Risiken und die Einführung automatisierter Systeme verschoben hat. Fast 70 % der weltweit gestrichenen Tech‑Jobs entfielen 2025 auf US‑Firmen, und der Einsatz von KI wurde für etwa 55 000 Kündigungen verantwortlich gemacht. Gleichzeitig erwarten laut einer Umfrage von Resume.org 55 % der befragten US‑Personalverantwortlichen weitere Entlassungen im Jahr 2026, und 44 % sehen KI dabei als wichtigsten Treiber.

Hinzu kommt, dass sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen verschlechtern. Der Rückgang des Konsums in wichtigen Branchen wie E‑Commerce und Gaming zwingt Unternehmen zu Sparmaßnahmen. Die Spieleschmiede Epic Games entließ im März 2026 ein Fünftel der Belegschaft und betonte, dass die Kürzungen nicht auf KI zurückzuführen seien, sondern auf sinkende Einnahmen. Bei anderen Firmen wie Block gab CEO Jack Dorsey offen zu, dass das Unternehmen effizienter arbeiten könne, wenn kleinere Teams mit KI‑Tools kombiniert würden.

Wie real ist die KI‑Bedrohung?
Einige Beobachtende sehen Parallelen zu früheren industriellen Revolutionen: Die Dampfmaschine und das Fließband vernichteten viele Jobs, schufen aber zugleich neue Tätigkeiten. Diesmal könnten jedoch erstmals qualifizierte Büro‑ und Wissensberufe im großen Stil betroffen sein. Die Kommentare in sozialen Medien spiegeln diese Unsicherheit wider: Viele Nutzerinnen und Nutzer sehen KI als Chance zur Arbeitserleichterung, halten aber eine Neuorientierung und Weiterbildung für unerlässlich. Andere warnen davor, den sozialen Ausgleich zu vernachlässigen, da technologische Sprünge in der Vergangenheit oft mit Armut einhergingen. Handwerkerinnen und Handwerker äußern sich erleichtert, dass ihr Beruf sich nicht ohne Weiteres automatisieren lässt.

Technologinnen und Experten weisen darauf hin, dass die Produktivitätssteigerungen durch generative KI noch nicht den Umfang haben, um massenhaft Beschäftigte zu ersetzen. David Linthicum, ehemaliger Strategiechef bei Deloitte, argumentiert, dass viele Unternehmen den Verweis auf KI nutzen, um Überhänge abzubauen und Umsatzeinbrüche zu kaschieren. Die Transformation sei trotzdem real: Arbeitsabläufe werden neu organisiert, Wartungsaufgaben weichen der Verwaltung und dem Training von Modellen. Wendy Turner‑Williams, Gründerin von TheAssociation‑AI.org, warnt davor, dass selbst IT‑Teams nicht immun sind – Automatisierung trifft alle Bereiche, vom Kundendienst über die Qualitätssicherung bis zur Softwareentwicklung.

Chancen und Herausforderungen für Beschäftigte
Die Debatte zeigt, dass KI den Arbeitsmarkt zweifach transformiert: Einerseits fallen Routineaufgaben weg, andererseits entstehen neue Tätigkeiten in der Entwicklung, Steuerung und Überwachung automatisierter Systeme. Unternehmen, die Entlassungen vornehmen, betonen, dass sie zugleich in zukunftsorientierte Bereiche investieren. So baute IBM zwar Stellen im Personalwesen ab, stellte aber vermehrt Softwareentwickler, Vertriebs‑ und Marketingfachleute ein. Diese Umschichtung verlangt von den Mitarbeitenden, sich weiterzubilden und sich in KI‑Kompetenzen einzuarbeiten. Analysten sprechen von einer Verschiebung vom „Fixen der Systeme“ zum „Trainieren der Modelle“.

Politik und Gewerkschaften fordern derweil stärkere Sicherheitsnetze. Angesichts des schnellen Tempos mahnen Arbeitsmarktexpertinnen wie Ramesh Dontha, dass es nicht ausreiche, Menschen vor der KI zu schützen; sie müssten vielmehr auf das Arbeiten mit KI vorbereitet werden. Die Folgen einer unzureichend begleiteten Transformation könnten soziale Spaltung und politische Unruhe verstärken.

Blick nach vorn
Die Welle von Massenentlassungen, die mit KI begründet wird, markiert einen Wendepunkt. Historische Vergleiche zeigen, dass technische Innovationen oft zunächst Arbeitsplätze kosten, aber langfristig neue schaffen. In den USA hängen die aktuellen Kürzungen jedoch mit einer Mischung aus wirtschaftlichem Druck, Nachwirkungen der Pandemie und dem Bestreben zusammen, sich für das KI‑Zeitalter zu rüsten. Die Herausforderung besteht darin, diesen Wandel so zu gestalten, dass er zu mehr Wohlstand führt, statt bestehende Ungleichheiten zu vertiefen. Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wandel einzubinden, und der Staat muss Rahmenbedingungen für Weiterbildung und sozialen Schutz schaffen. Nur dann kann die KI‑Revolution zu einem nachhaltigen Fortschritt werden, statt den größten Umbruch des US‑Arbeitsmarktes zu einer Krise werden zu lassen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...