Berliner Boersenzeitung - Kommt die nächste Tech‑Blase?

EUR -
AED 4.238131
AFN 75.001612
ALL 91.835551
AMD 420.215603
ANG 2.065846
AOA 1058.097382
ARS 1738.721108
AUD 1.618312
AWG 2.078406
AZN 1.959418
BAM 1.955416
BBD 2.322864
BDT 141.993353
BGN 1.942469
BHD 0.434974
BIF 3455.836031
BMD 1.153868
BND 1.467625
BOB 13.320442
BRL 5.935965
BSD 1.153284
BTN 110.668752
BWP 15.609206
BYN 3.501943
BYR 22615.821771
BZD 2.319465
CAD 1.605418
CDF 2668.317686
CHF 0.945064
CLF 0.027869
CLP 1100.432497
CNY 7.744131
CNH 7.744713
COP 3609.554387
CRC 516.103145
CUC 1.153868
CUP 30.577514
CVE 110.771466
CZK 24.300873
DJF 205.065553
DKK 7.475994
DOP 68.213924
DZD 154.174079
EGP 59.664691
ERN 17.308027
ETB 188.380347
FJD 2.551775
FKP 0.855167
GBP 0.856315
GEL 3.000097
GGP 0.855167
GHS 13.266195
GIP 0.855167
GMD 84.810308
GNF 10125.195775
GTQ 8.804424
GYD 241.283674
HKD 9.051948
HNL 30.953459
HRK 7.534988
HTG 150.733019
HUF 365.652263
IDR 20408.471411
ILS 3.511164
IMP 0.855167
INR 110.740678
IQD 1510.829562
IRR 1586107.581943
ISK 139.826225
JEP 0.855167
JMD 181.644337
JOD 0.818067
JPY 179.042884
KES 149.379985
KGS 100.905564
KHR 4676.629152
KMF 491.548686
KPW 1038.481979
KRW 1571.361439
KWD 0.356153
KYD 0.961128
KZT 515.817669
LAK 25810.156301
LBP 103276.071033
LKR 380.468599
LRD 201.363956
LSL 18.755043
LTL 3.407073
LVL 0.697964
LYD 7.327561
MAD 10.904054
MDL 20.050411
MGA 4978.065784
MKD 61.517655
MMK 2422.495327
MNT 4153.387933
MOP 9.318432
MRU 46.177734
MUR 54.047419
MVR 17.781194
MWK 1999.816036
MXN 19.802
MYR 4.666938
MZN 73.744112
NAD 18.623752
NGN 1528.807052
NIO 42.442035
NOK 10.781874
NPR 177.07614
NZD 2.003918
OMR 0.44366
PAB 1.153284
PEN 3.870174
PGK 5.214022
PHP 72.479668
PKR 319.94456
PLN 4.342342
PYG 6864.622503
QAR 4.203856
RON 5.259908
RSD 117.377304
RUB 97.151554
RWF 1694.196739
SAR 4.330555
SBD 9.253447
SCR 16.01902
SDG 694.066711
SEK 11.288174
SGD 1.468834
SHP 0.854686
SLE 28.443044
SLL 24196.035255
SOS 659.096302
SRD 43.558457
STD 23882.747423
STN 24.495403
SVC 10.090975
SYP 15002.59798
SZL 18.760642
THB 38.41286
TJS 10.638957
TMT 4.03854
TND 3.378451
TOP 2.778238
TRY 56.122199
TTD 7.826497
TWD 36.760173
TZS 3052.706709
UAH 51.484769
UGX 4532.090563
USD 1.153868
UYU 46.380894
UZS 13568.571227
VES 970.615717
VND 29959.040635
VUV 136.257783
WST 3.151789
XAF 655.957
XAG 0.018148
XAU 0.000268
XCD 3.118387
XCG 2.07851
XDR 0.815845
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 272.918679
ZAR 18.763597
ZMK 10386.192954
ZMW 22.517774
ZWL 371.545173
SSP 6515.006483
MXV 2.245419
  • Goldpreis

    -10.0000

    4341.9

    -0.23%

  • Euro STOXX 50

    -23.8800

    6236.5

    -0.38%

  • MDAX

    78.5900

    31135.75

    +0.25%

  • DAX

    -38.5300

    25402.28

    -0.15%

  • SDAX

    -54.6700

    18127.33

    -0.3%

  • TecDAX

    15.8700

    3976.62

    +0.4%

  • EUR/USD

    -0.0012

    1.1545

    -0.1%


Kommt die nächste Tech‑Blase?




Ende der 1990er‑Jahre explodierten die Kurse junger Internetunternehmen geradezu. Der Nasdaq Index stieg zwischen 1995 und März 2000 um 573 Prozent, bevor er in den darauffolgenden zweieinhalb Jahren um 78 Prozent einbrach. Etliche Unternehmen wie Netscape, Yahoo und AOL verloren zunächst ihren technologischen Vorsprung und scheiterten später völlig. Die Überbewertung beruhte auf fragilen Geschäftsmodellen, euphorischer Spekulation, mangelnden Gewinnen und überzogenem Investitionsrausch – verstärkt durch Y2K‑bedingte Ausgaben und Finanzierungspraktiken wie Vendor‑Financing, die Umsätze künstlich aufblähten.

Die neue KI‑Rally: Fakten und Kennzahlen
Seit Ende 2022 haben S&P 500 und Nasdaq 100 stark zugelegt. Das breite Marktbarometer stieg um 79 Prozent, der technologie­lastige Nasdaq 100 sogar um 130 Prozent. Rund 40 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500 entfallen inzwischen auf die zehn größten Werte; im Jahr 2025 entfielen fast 80 Prozent der Aktiengewinne auf sieben Konzerne (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla).

Gleichzeitig investieren Tech‑Giganten massiv in KI‑Infrastruktur. Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta wollen ihre Ausgaben für Rechenzentren und Chips 2026 auf rund 440 Milliarden US‑Dollar erhöhen – ein Plus von 34 Prozent. OpenAI plant Investitionen von mehr als einer Billion Dollar. Diese Summen wecken Erinnerungen an die Dotcom‑Blase, als Firmen häufig mehr Geld in unbewiesene Technologien steckten als in solide Geschäftsmodelle.

Parallelen und Unterschiede zur Dotcom‑Blase
Trotz der hohen Bewertungen unterscheidet sich die aktuelle Lage in wesentlichen Punkten von 1999. Während seinerzeit viele Internetfirmen keinen Gewinn erwirtschafteten, ist der Anteil unprofitabler Tech‑Unternehmen heute viel geringer (ca. 20 Prozent statt 36 Prozent). Die dominierenden Konzerne verfügen über echte Gewinne, solide Cashflows und bewährte Geschäftsmodelle. Die Forward‑Kurs‑Gewinn‑Verhältnisse liegen im S&P 500 bei rund 22,3 (durchschnittlich 18,7) und im Technologiesektor bei etwa 27 – weit unter den Extremwerten der Dotcom‑Ära. Gleichzeitig beträgt das Verhältnis von Investitionsausgaben zu freiem Cashflow der sogenannten Hyperscaler (Google, Microsoft, Amazon, Meta, Oracle) weniger als 1, während es im Jahr 2000 nahe 4 lag.

Experten warnen jedoch vor möglichen „Zirkelschlüssen“: Nvidia verkauft Chips an Microsoft, Microsoft investiert in OpenAI, OpenAI mietet Rechenleistung bei Microsoft und verpflichtet sich, die Chips langfristig abzunehmen. Solche inneren Finanzkreisläufe erinnern Kritiker an die fragwürdigen Finanzpraktiken der Dotcom‑Zeit. Auch die Tatsache, dass OpenAI erst ab 2029 mit Gewinnen rechnet und bisher Verluste schreibt, nährt Zweifel. Beobachter sprechen daher von einer „Inflection Bubble“ – einer Blase, die einen echten technologischen Wendepunkt finanziert und langfristig nützliche Infrastruktur hinterlässt.

Warnungen und Zuversicht von Marktstrategen
Ein Stratege der Bank of America betont, dass Anleger trotz überhitzter Kurse vorsichtig sein sollten, aber nicht überstürzt aussteigen dürften: Die letzten Phasen einer Blase brächten oft die höchsten Gewinne. Er rät, mit Value‑Aktien abzusichern. Janus Henderson weist darauf hin, dass der Dotcom‑Crash auch durch Y2K‑Überinvestitionen und Betrug (WorldCom) ausgelöst wurde, Faktoren, die heute fehlen. Howard Marks vom Investmenthaus Oaktree warnt generell vor übermäßiger Euphorie: Neue Technologien seien anfällig für überzogene Erwartungen, doch blieben sie langfristig transformative Kräfte.

Andere Stimmen sehen bereits deutliche Vorzeichen eines Überhypes: Laut Guardian gehen 95 Prozent aller unternehmensinternen KI‑Experimente nie in den Produktiveinsatz. Die Marktkonzentration und das Tempo der Investitionen könnten gefährlich werden, falls das Wirtschaftswachstum schwächelt oder Zinsen deutlich steigen.

Öffentliche Wahrnehmung und Debatten
In Foren und sozialen Medien wird lebhaft diskutiert. Viele erinnern sich an „Celeron‑CPUs, AOL‑Modems und Netscape“ und fragen sich, ob die jetzige Situation nicht eine ähnliche Blaupause darstellt. Besonders kritisiert werden geschlossene Finanzierungskreisläufe zwischen Chip‑Herstellern, Cloud‑Anbietern und KI‑Unternehmen, die Umsätze künstlich erhöhen, sowie milliardenschwere Kaufverpflichtungen von Start‑ups, die noch gar keine Gewinne machen. Andere Kommentatoren verweisen darauf, dass sich Geschichte selten wiederholt, sondern eher reimt: Heute stünden viel mehr Daten, bessere Regulierung und eine aufgeklärtere Anlegergemeinde zur Verfügung. Einige warnen zudem vor anderen Risiken wie steigenden Energiepreisen und Inflation, die das Wachstum der Tech‑Konzerne stärker bedrohen könnten als eine mögliche Blasenbildung. Skeptiker befürchten schließlich, dass Künstliche Intelligenz enorme Ressourcen verschlingt, aber nur geringe Produktivitätsfortschritte bringt und Arbeitsplätze vernichtet.

Ausblick: Vorsicht, aber kein Untergangsszenario
Die aktuellen Bewertungsniveaus und Investitionen zeigen, dass Märkte durchaus zu Übertreibungen neigen. Doch die Situation unterscheidet sich von der Dotcom‑Ära: Es gibt etablierte Gewinner, profitablere Geschäftsmodelle und strengere Regulierung. Gleichzeitig sollten Anleger wachsam bleiben: Überinvestitionen, enge Konzentration auf wenige Branchenführer und komplexe Finanzierungsbeziehungen bergen Risiken, vor allem wenn der Zinspfad oder die Konjunktur sich überraschend ändern. Ob sich die größte Tech‑Blase der Geschichte wirklich wiederholt, hängt davon ab, ob Unternehmen die versprochenen Gewinne erzielen und ob die Gesellschaft den Wandel durch KI als Chance oder Bedrohung bewertet.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...