Berliner Boersenzeitung - Wut über Trumps Iran-Deal

EUR -
AED 4.185043
AFN 74.635615
ALL 93.718007
AMD 417.694832
AOA 1044.97867
ARS 1709.10072
AUD 1.639917
AWG 2.051212
AZN 1.935906
BAM 1.956568
BBD 2.289128
BDT 140.305053
BHD 0.42857
BIF 3399.423371
BMD 1.139562
BND 1.470316
BOB 12.951082
BRL 5.855528
BSD 1.136561
BTN 109.143014
BWP 15.656349
BYN 3.260322
BYR 22335.41805
BZD 2.285827
CAD 1.606304
CDF 2592.504098
CHF 0.932384
CLF 0.027069
CLP 1065.354084
CNY 7.71626
CNH 7.718237
COP 3661.299217
CRC 517.105172
CUC 1.139562
CUP 30.198397
CVE 110.821889
CZK 24.177577
DJF 202.392079
DKK 7.474827
DOP 66.216273
DZD 151.925297
EGP 57.545498
ERN 17.093432
ETB 182.330051
FJD 2.544875
FKP 0.856581
GBP 0.857065
GEL 2.991354
GGP 0.856581
GHS 13.240195
GIP 0.856581
GMD 83.752112
GNF 9976.352284
GTQ 8.692647
GYD 237.733283
HKD 8.937079
HNL 30.620032
HRK 7.535465
HTG 148.542196
HUF 360.846942
IDR 20616.559488
ILS 3.48661
IMP 0.856581
INR 109.021685
IQD 1492.82641
IRR 1567040.395297
ISK 142.183489
JEP 0.856581
JMD 179.981411
JOD 0.807932
JPY 186.538912
KES 147.630497
KGS 99.6549
KHR 4603.830947
KMF 493.430398
KRW 1654.239671
KWD 0.353891
KYD 0.947084
KZT 543.570443
LAK 25759.446653
LBP 101776.775212
LKR 381.924888
LRD 206.802055
LSL 19.099046
LTL 3.364831
LVL 0.68931
LYD 7.291957
MAD 10.661984
MDL 20.117158
MGA 4902.962931
MKD 61.549151
MMK 2393.280148
MNT 4097.673783
MOP 9.179823
MRU 45.697599
MUR 54.118029
MVR 17.606629
MWK 1979.419955
MXN 19.880803
MYR 4.658299
MZN 72.821202
NAD 19.099046
NGN 1554.966757
NIO 41.776278
NOK 11.023213
NPR 174.183111
NZD 1.97171
OMR 0.43816
PAB 1.136546
PEN 3.86882
PGK 5.010826
PHP 70.115026
PKR 316.655816
PLN 4.326484
PYG 6836.772629
QAR 4.153015
RON 5.229794
RSD 117.393176
RUB 89.7425
RWF 1666.175712
SAR 4.278048
SBD 9.208921
SCR 15.611372
SDG 683.737307
SEK 11.037286
SGD 1.472377
SLE 27.605924
SOS 649.557726
SRD 43.13414
STD 23586.635643
STN 24.510263
SVC 9.945033
SZL 19.041746
THB 38.151968
TJS 10.499925
TMT 3.988468
TND 3.372537
TRY 54.009662
TTD 7.730135
TWD 36.98848
TZS 3015.854628
UAH 51.111028
UGX 4290.683594
USD 1.139562
UYU 45.775255
UZS 13720.328327
VES 847.032098
VND 30010.369099
VUV 135.797769
WST 3.134944
XAF 656.223129
XAG 0.019767
XAU 0.000283
XCD 3.079724
XCG 2.048331
XDR 0.816131
XOF 655.812703
XPF 119.331742
YER 271.386691
ZAR 19.059189
ZMK 10257.430395
ZMW 21.253619
ZWL 366.938546
  • Goldpreis

    -15.5000

    4023.2

    -0.39%

  • EUR/USD

    0.0011

    1.1406

    +0.1%

  • SDAX

    76.1700

    18352.55

    +0.42%

  • Euro STOXX 50

    7.3000

    6289.51

    +0.12%

  • TecDAX

    28.3500

    3837.11

    +0.74%

  • DAX

    102.9800

    25464.01

    +0.4%

  • MDAX

    288.8200

    32395.32

    +0.89%


Wut über Trumps Iran-Deal




Nach drei Monaten eines verheerenden Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran verhandeln Washington und Teheran über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden und die Blockade der Straße von Hormus aufheben soll. US‑Präsident Donald Trump spricht von einem Memorandum of Understanding, das eine 60‑tägige Waffenruhe und weitere Verhandlungen vorsieht. Die israelische Regierung verfolgt die Gespräche mit wachsender Sorge. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont öffentlich, dass jedes Abkommen den „nuklearen Gefahr“ beseitigen müsse und Israel das Recht behalte, sich gegen Bedrohungen aus allen Richtungen zu verteidigen. Doch viele Details des Entwurfs lassen Zweifel am Nutzen für Israel aufkommen.

Die Konturen des Entwurfs
Laut Berichten aus Washington und Teheran sieht die vorläufige Vereinbarung einen 60‑tägigen Waffenstillstand vor, der die Kämpfe auf allen Fronten – einschließlich Libanon – beenden soll. Während dieser Phase würden US‑ und iranische Unterhändler über eine dauerhafte Lösung verhandeln. Der Entwurf soll die Blockade der Straße von Hormus beenden, indem Iran die Wasserstraße binnen 30 Tagen von Minen räumt und im Gegenzug Handelsschiffe wieder passieren lässt. Parallel dazu plant Washington, eingefrorene iranische Guthaben freizugeben; im Gespräch sind 12 bis 25 Milliarden US‑Dollar. Die Einigung enthält jedoch bisher keine konkreten Verpflichtungen zur Reduzierung des iranischen Raketenprogramms oder zur Demontage des Netzes bewaffneter Stellvertreter.

Vor allem die nukleare Frage bleibt ungeklärt. Das Abkommen würde das Thema in die anschließenden Verhandlungen verlagern. Iranische Vertreter betonten, es sei richtig, dass man sich über viele Punkte geeinigt habe, aber niemand könne behaupten, ein Abkommen stehe unmittelbar bevor. Sie verlangen, dass der Waffenstillstand auch für Libanon gilt und die Verwaltung der Straße von Hormus gemeinsam mit dem Oman festgelegt wird. Vertreter des Trump‑Teams dagegen wollen, dass Teheran seine Bestände an hoch angereichertem Uran entsorgt und die Straße ohne Gebühren („keine Zölle“) öffnet.

Israels Sicherheitsbedenken
Für Israel ist der vorgelegte Rahmen problematisch, weil er zentrale Forderungen ausblendet. Hochrangige israelische Offizielle bezeichneten die entstehende Vereinbarung als „schlechten Deal“; selbst wenn Iran sein angereichertes Uran komplett abgeben sollte, bliebe das Raketenprogramm unangetastet und das Netzwerk iranischer Milizen in der Region unbeschränkt. Jerusalem fürchtet darüber hinaus, dass der vorgeschlagene Waffenstillstand seine militärische Handlungsfreiheit in Libanon einschränken und zukünftige Einsätze gegen Hezbollah erschweren könnte.

Mitglieder der israelischen Sicherheitsdienste beklagten in internen Papieren, dass israelische Interessen während der Verhandlungen kaum berücksichtigt worden seien. Die Regierung in Jerusalem war nach Angaben von Offiziellen größtenteils von den Gesprächen ausgeschlossen und müsste ein Abkommen akzeptieren, das sie nicht selbst mitgestaltet hat. Diese Ausschlussgefühle verstärken den Eindruck, Washington werde seine regionalen Partner opfern, um schnell eine Friedenslösung und die Öffnung der Energieadern zu erreichen.

Politische Kritik in Israel
Die israelische Öffentlichkeit reagiert zunehmend nervös. Kommentatoren und ehemalige Militärs werfen der Regierung vor, die ursprünglichen Kriegsziele verfehlt zu haben. Zu Beginn des Kriegs im Februar hatte Netanjahu angekündigt, Irans Nuklear‑ und Raketenprogramm zerschlagen und sogar Voraussetzungen für einen Regimewechsel schaffen zu wollen. Nun zeichnet sich ab, dass das entstehende Abkommen kaum etwas davon erreicht. Der Sicherheitsexperte Amos Harel bezeichnete das Memorandum als amerikanische Kapitulation und Zeichen schwindenden israelischen Einflusses. Andere Analysten wiesen darauf hin, dass die Militärkampagne zwar taktische Erfolge brachte, Iran aber strategisch gestärkt aus dem Konflikt hervorging.

Oppositionspolitiker wie Yair Lapid sprachen von einem „politischen Desaster“ und warfen Netanjahu vor, weder politisch noch strategisch eines seiner Ziele erreicht zu haben. Selbst innerhalb der Regierungspartei gibt es Bedenken: Ein Mitglied des Likud räumte ein, dass die Erwartungen zu Beginn des Kriegs unrealistisch hoch waren und man nun vor der Herausforderung stehe, der iranischen Raketenbedrohung immer wieder zu begegnen.

Internationale Dimension und iranische Position
Während Israel Alarm schlägt, versucht Teheran, die Erwartungen zu dämpfen. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei bezeichnete Behauptungen, ein Abkommen stehe kurz bevor, als übertrieben und verwies auf „widersprüchliche Stellungnahmen“ aus Washington. Baghaei stellte klar, dass die Verwaltung der Straße von Hormus Sache Irans und Omans sei und es sich nicht um „Zölle“, sondern um Gebühren für Navigationsdienste handele. Er beharrte darauf, dass eine Waffenruhe auch das Kampfgebiet Libanon umfassen müsse. Währenddessen betonte der US‑Außenminister Marco Rubio, es liege ein „ziemlich solides“ Paket auf dem Tisch, das die Öffnung der Straße und eine zeitlich begrenzte Verhandlung über das Nuklearprogramm vorsieht.

Trump selbst schwankte in seinen öffentlichen Äußerungen, wie stets in seinem Verhalten: Einerseits versprach er, das Abkommen werde entweder „großartig und bedeutungsvoll“ sein oder gar nicht zustande kommen; andererseits forderte er, dass Iran nie eine Atombombe besitzen dürfe und die Straße von Hormus sofort und ohne Gebühren geöffnet werde. Kritiker werfen ihm vor, vor den Zwischenwahlen dringend einen Erfolg zu benötigen und deshalb bereit zu sein, israelische Bedenken hintanzustellen. Iran wiederum erhebt Forderungen nach Aufhebung der Sanktionen, dem Abzug US‑amerikanischer Truppen aus der Region und einem Ende der israelischen Offensive im Libanon.

Fazit und Ausblick in die nahe Zukunft
Israels Zorn über Trumps Iran‑Deal speist sich aus einer Mischung aus strategischen und politischen Faktoren. Der vorliegende Entwurf bietet Iran wirtschaftliche Erleichterungen und Zeit, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen, während zentrale israelische Forderungen – die Beseitigung des nuklearen und militärischen Bedrohungspotenzials sowie die Einschränkung der iranischen Stellvertreter – vorerst ausgeklammert bleiben. Hinzu kommt das Gefühl, von den Gesprächen ausgeschlossen zu sein und die eigene Handlungsfreiheit im Libanon und darüber hinaus zu verlieren. Ob Trump seine Bedingungen durchsetzt oder ob Teheran die Oberhand behält, bleibt ungewiss. Klar ist jedoch, dass das entstehende Abkommen die Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem belastet und in Israel das Gefühl verstärkt, von einem wichtigen Verbündeten im Stich gelassen zu werden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...