Berliner Boersenzeitung - EU einigt sich auf neue Energievorgaben für Gebäude - keine Sanierungspflicht

EUR -
AED 4.1039
AFN 71.518282
ALL 90.596933
AMD 402.732664
ANG 2.000029
AOA 1024.718441
ARS 1726.552642
AUD 1.624806
AWG 2.014237
AZN 1.905291
BAM 1.949726
BBD 2.25317
BDT 139.335896
BGN 1.953146
BHD 0.422281
BIF 3343.154414
BMD 1.117469
BND 1.428131
BOB 13.507795
BRL 6.138144
BSD 1.118715
BTN 105.631594
BWP 15.326114
BYN 3.337796
BYR 21902.38266
BZD 2.24987
CAD 1.57139
CDF 2586.939653
CHF 0.914743
CLF 0.027788
CLP 1093.51018
CNY 7.47419
CNH 7.452761
COP 3622.587044
CRC 507.31491
CUC 1.117469
CUP 26.847994
CVE 109.919102
CZK 24.354329
DJF 199.209359
DKK 7.475339
DOP 67.180098
DZD 152.247158
EGP 60.143721
ERN 16.762028
ETB 183.605829
FJD 2.530004
FKP 0.828775
GBP 0.833827
GEL 2.910992
GGP 0.828775
GHS 13.049228
GIP 0.828775
GMD 83.254541
GNF 9908.906907
GTQ 8.549097
GYD 234.387663
HKD 8.757819
HNL 30.067056
HRK 7.564155
HTG 146.611915
HUF 364.211482
IDR 20227.241501
ILS 3.571767
IMP 0.828775
INR 104.968454
IQD 1695.901207
IRR 2113527.40639
ISK 136.78913
JEP 0.828775
JMD 177.435608
JOD 0.792281
JPY 176.900881
KES 145.181654
KGS 97.720161
KHR 4551.818712
KMF 492.803438
KPW 1005.721609
KRW 1517.879473
KWD 0.347309
KYD 0.932283
KZT 502.996153
LAK 25177.22187
LBP 100465.766297
LKR 371.906326
LRD 190.174953
LSL 18.332084
LTL 3.299594
LVL 0.675945
LYD 7.161688
MAD 10.901937
MDL 20.000703
MGA 5072.152212
MKD 61.554642
MMK 2346.631266
MNT 4025.090542
MOP 9.039456
MRU 45.19479
MUR 52.555195
MVR 17.270463
MWK 1939.839031
MXN 20.883218
MYR 4.535845
MZN 71.4175
NAD 18.332738
NGN 1505.218973
NIO 41.17081
NOK 10.504774
NPR 169.013921
NZD 2.015438
OMR 0.429658
PAB 1.118705
PEN 3.853295
PGK 5.096077
PHP 70.413971
PKR 309.398892
PLN 4.393992
PYG 6892.526188
QAR 4.089132
RON 5.341167
RSD 117.652691
RUB 91.464807
RWF 1647.851338
SAR 4.194588
SBD 8.997541
SCR 15.361079
SDG 672.159515
SEK 11.026587
SGD 1.431863
SHP 0.833123
SLE 25.601046
SLL 23432.76069
SOS 639.302518
SRD 41.968771
STD 23129.341854
STN 24.423689
SVC 9.788373
SYP 14529.325125
SZL 18.325742
THB 37.482088
TJS 10.31981
TMT 3.922314
TND 3.33341
TOP 2.690596
TRY 56.049651
TTD 7.576294
TWD 36.589831
TZS 2954.212401
UAH 50.816625
UGX 4524.862203
USD 1.117469
UYU 45.059415
UZS 13349.290541
VES 998.7587
VND 28587.63798
VUV 133.552417
WST 3.104903
XAF 655.957
XAG 0.021457
XAU 0.000274761437
XCD 3.020015
XCG 2.016101
XDR 0.790108
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.918097
ZAR 18.459473
ZMK 10058.569965
ZMW 22.681133
ZWL 359.824402
SSP 6420.075745
MXV 2.349444
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

EU einigt sich auf neue Energievorgaben für Gebäude - keine Sanierungspflicht
EU einigt sich auf neue Energievorgaben für Gebäude - keine Sanierungspflicht / Foto: Charly TRIBALLEAU - AFP/Archiv

EU einigt sich auf neue Energievorgaben für Gebäude - keine Sanierungspflicht

Die EU hat sich im Kampf gegen den Klimawandel auf neue Energievorgaben für private und öffentliche Gebäude geeinigt. Vertreter von EU-Parlament und Mitgliedstaaten vereinbarten eine Reform der Gebäuderichtlinie. Eine Sanierungspflicht für Hausbesitzer, wie sie ursprünglich im Vorschlag der EU-Kommission vorgesehen war, soll es demnach nicht geben.

Textgröße:

Die Einigung vom Donnerstagabend sieht nach Angaben des EU-Parlaments vor, dass ab dem Jahr 2030 alle neuen Gebäude klimaneutral sein sollen. Für Gebäude in öffentlicher Hand gilt dies bereits ab dem Jahr 2028. Der gesamte Gebäudebestand soll außerdem bis 2050 klimaneutral sein.

"Wir müssen den Bürgern helfen, Geld zu sparen, und sie vor schwankenden Energiepreisen schützen", erklärte der zuständige Berichterstatter Ciarán Cuffe. "Deshalb haben wir einen Weg gewählt, der die Energierechnungen für alle senken kann, für Hausbesitzer und Mieter gleichermaßen."

Der Kommissionsvorschlag hatte in Deutschland für viel Aufregung gesorgt. Er sah eine verpflichtende Sanierung für die energetisch schlechtesten Gebäude vor. Die Bundesregierung hatte sich lange dafür ausgesprochen - im Zuge der Debatte um das Gebäudeenergiegesetz war sie aber davon abgerückt.

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) erklärte nun am Freitag, der in Brüssel gefundene Kompromiss "orientiert sich an der Realität und überfordert weder die Familie im Einfamilienhaus auf dem Land noch den Bäckermeister mit kleiner Backstube und Verkaufsraum". Sie trete dafür ein, "dass wir zuerst Schulen, Feuerwehrwachen und andere öffentliche Einrichtungen sanieren". Davon profitierten alle.

Der Eigentümerverband Haus & Grund äußerte sich erleichtert; Hauseigentümer hätten nun die "notwendige Flexibilität", ihr Gebäude bis 2045 umzubauen. Eine Sanierungspflicht hätte "zu einem massiven Werteverfall, Vermögensverlust und zahlreichen Hausnotverkäufen geführt". Diese Gefahr sei nun vom Tisch.

Um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, sprach sich der Verband für eine CO2-Bepreisung mit einer Rückgabe der Einnahmen an die Bürger in Form eines Klimageldes aus. Das wäre "der einfachste, günstigste und wirksamste Weg".

Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen riet statt eines "verengten Blicks auf die Sanierung von Einzelgebäuden" zu Quartiersansätzen. Ganze Wohnquartiere mit den jeweils sinnvollsten und möglichst kostengünstigen Maßnahmen energetisch auf Vordermann zu bringen, sei "auf bezahlbare Weise erreichbar". Auch Geywitz erklärte: "Wir werden die Klimaziele einhalten, zum Beispiel indem wir ganze Quartiere einbeziehen und nicht jedes einzelne Gebäude."

Die EU-Einigung sieht die allgemeine Vorgabe vor, den durchschnittlichen Energieverbrauch im Gebäudebereich um mindestens 16 Prozent bis 2030 und mindestens 22 Prozent bis 2035 im Vergleich zu 2020 zu senken. Zwar soll der Fokus auf den am bislang schlechtesten sanierten Gebäuden liegen, das Erreichen der Vorgabe liegt aber weitgehend in der Verantwortung der jeweiligen Mitgliedstaaten. Nur für Nicht-Wohngebäude bleibt die Vorgabe, dass die 16 Prozent der am schlechtesten sanierten bis 2033 renoviert werden müssen.

Die Umweltorganisation BUND kritisierte die Einigung scharf: Das Herzstück der Richtlinie sei "zum Bettvorleger degradiert". Das sei sozial und ökologisch inakzeptabel. "Denn die energetisch schlechtesten Gebäude befeuern die Klimakrise und Energiearmut." In schlecht sanierten Häusern sind die Heizkosten deutlich höher; dort wohnen oft die wirtschaftlich Schwächsten.

Die EU-Einigung sieht auch eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen vor, wenn dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Heizungsanlagen, die mit fossilen Brennstoffen funktionieren, sollen bis 2040 ersetzt werden. Ab 2025 darf der Einbau etwa einer Gas- oder Ölheizung nicht mehr finanziell gefördert werden. Möglich sind aber finanzielle Anreize zum Einbau einer Hybridlösung, wenn der Gaskessel etwa zusammen mit einer Solarthermieanlage oder einer Wärmepumpe betrieben wird.

Die Einigung muss vom Parlament und vom Rat der Mitgliedstaaten noch abschließend gebilligt werden. Laut EU-Kommission sind in der EU Gebäude für 40 Prozent des Energieverbrauchs und für 36 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

(Y.Yildiz--BBZ)