Berliner Boersenzeitung - Umfrage: Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in Kliniken großes Problem

EUR -
AED 4.233412
AFN 75.493281
ALL 93.476873
AMD 423.012424
AOA 1058.078854
ARS 1724.84304
AUD 1.637146
AWG 2.074665
AZN 1.9613
BAM 1.957195
BBD 2.320614
BDT 142.631679
BHD 0.434585
BIF 3450.283135
BMD 1.152592
BND 1.478454
BOB 13.993612
BRL 5.923142
BSD 1.152201
BTN 109.959957
BWP 15.66817
BYN 3.395921
BYR 22590.796538
BZD 2.317352
CAD 1.62202
CDF 2604.856784
CHF 0.933478
CLF 0.026717
CLP 1054.90939
CNY 7.784085
CNH 7.778005
COP 3695.289544
CRC 522.463388
CUC 1.152592
CUP 30.543679
CVE 110.821967
CZK 24.174802
DJF 204.839013
DKK 7.475214
DOP 67.309719
DZD 153.225447
EGP 57.834277
ERN 17.288875
ETB 184.242088
FJD 2.549475
FKP 0.857957
GBP 0.857355
GEL 3.014012
GGP 0.857957
GHS 13.502625
GIP 0.857957
GMD 85.292198
GNF 10125.518143
GTQ 8.788265
GYD 241.218821
HKD 9.04041
HNL 30.958679
HRK 7.534952
HTG 150.646086
HUF 361.27813
IDR 20702.851399
ILS 3.471399
IMP 0.857957
INR 109.608412
IQD 1509.895075
IRR 1584957.60632
ISK 141.80319
JEP 0.857957
JMD 182.179872
JOD 0.817187
JPY 181.67259
KES 149.141517
KGS 100.79462
KHR 4667.996734
KMF 493.309394
KRW 1646.00506
KWD 0.356499
KYD 0.960164
KZT 542.785168
LAK 26048.57164
LBP 103214.582979
LKR 386.855782
LRD 208.936033
LSL 19.052185
LTL 3.403304
LVL 0.697191
LYD 7.33626
MAD 10.744475
MDL 20.168941
MGA 4950.381183
MKD 61.573895
MMK 2420.05814
MNT 4131.233505
MOP 9.308534
MRU 46.230476
MUR 53.594212
MVR 17.818945
MWK 2002.051424
MXN 19.906036
MYR 4.721703
MZN 73.650705
NAD 19.051931
NGN 1571.305274
NIO 42.400226
NOK 11.00657
NPR 175.938423
NZD 1.956749
OMR 0.443186
PAB 1.152221
PEN 3.912473
PGK 5.09395
PHP 70.316161
PKR 320.218844
PLN 4.297288
PYG 6869.927239
QAR 4.202061
RON 5.250283
RSD 117.347682
RUB 92.924497
RWF 1692.004557
SAR 4.315567
SBD 9.302748
SCR 15.433387
SDG 692.133809
SEK 10.981069
SGD 1.477876
SLE 28.181113
SOS 658.46941
SRD 43.67285
STD 23856.320291
STN 24.89598
SVC 10.082187
SZL 19.052529
THB 38.341538
TJS 10.634743
TMT 4.034071
TND 3.389771
TRY 54.80355
TTD 7.822577
TWD 37.357224
TZS 3060.128502
UAH 51.521028
UGX 4315.001205
USD 1.152592
UYU 46.423296
UZS 13847.236438
VES 848.482424
VND 30271.091065
VUV 137.324159
WST 3.149129
XAF 656.424953
XAG 0.019291
XAU 0.000282
XCD 3.114936
XCG 2.07658
XDR 0.817312
XOF 654.099666
XPF 119.331742
YER 274.773117
ZAR 18.891666
ZMK 10374.708657
ZMW 21.802137
ZWL 371.134044
  • SDAX

    114.9600

    18639.43

    +0.62%

  • Goldpreis

    59.1000

    4149.6

    +1.42%

  • TecDAX

    29.9300

    3981.98

    +0.75%

  • MDAX

    48.7000

    32559.91

    +0.15%

  • DAX

    201.0400

    26202.35

    +0.77%

  • Euro STOXX 50

    60.2000

    6486.7

    +0.93%

  • EUR/USD

    0.0013

    1.1527

    +0.11%

Umfrage: Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in Kliniken großes Problem
Umfrage: Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in Kliniken großes Problem / Foto: Axel Heimken - POOL/AFP/Archiv

Umfrage: Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in Kliniken großes Problem

Viele Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus erleben Machtmissbrauch durch Vorgesetzte. In einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Befragung des Marburger Bunds gab knapp die Hälfte der Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten Machtmissbrauch durch andere Ärzte erlebt zu haben. 13 Prozent berichteten außerdem von sexueller Belästigung.

Textgröße:

Es handelt sich dem Marburger Bund zufolge um die bundesweit bisher größte Befragung dieser Art. Im Februar und März hätten daran 9073 angestellte Ärztinnen und Ärzte teilgenommen, die zu 90 Prozent in Krankenhäusern arbeiten. 69 Prozent von ihnen seien weiblich, 53 Prozent 40 Jahre oder jünger.

Machtmissbrauch äußert sich demnach am häufigsten in einem respektlosen und herablassenden Umgangston. Am zweithäufigsten wurde von einem grundlosen Infragestellen der fachlichen Kompetenz berichtet, am dritthäufigsten von Mobbing oder öffentlicher Bloßstellung.

"Weit überwiegend" geht der Machtmissbrauch der Mitteilung zufolge von männlichen ärztlichen Vorgesetzten aus. Drei Viertel der Betroffenen hätten ihn nicht gemeldet, weil sie keine wirksamen Konsequenzen erwarteten, berufliche Nachteile befürchteten oder keinen vertraulichen Meldeweg sähen.

"Die Krankenhäuser müssen sich diesen Strukturproblemen stellen, klare Leitbilder entwickeln, verbindliche Richtlinien vorgeben und Grenzüberschreitungen konsequent ahnden", forderte die erste Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna.

Auch sexuelle Belästigung wird den Angaben zufolge mit 16 Prozent sehr selten gemeldet. Das Vertrauen in Konsequenzen sei gering. Drei Viertel der von sexueller Belästigung Betroffenen gaben an, dass sie solche Belästigung in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals erlebt hätten. Am häufigsten wurden sexualbezogene Kommentare oder abwertende Sprüche sowie unerwünschte Gespräche mit sexuellem Inhalt genannt. Viele berichteten auch von unerwünschter körperlicher Nähe.

Sexuelle Belästigung gegenüber ärztlichen Beschäftigten tritt der Mitteilung zufolge "häufig im Kontext bestehender Machtverhältnisse auf, in denen Grenzüberschreitungen erleichtert und Gegenwehr erschwert" werden.

Der Marburger Bund sieht dringenden Handlungsbedarf. "Betriebsräte, Beschwerdestellen und Geschäftsführungen müssen bei Grenzüberschreitungen eng zusammenarbeiten und präventiv handeln", erklärte der zweite Vorsitzende Andreas Botzlar. "Es kann nicht sein, dass sexuelle Belästigung folgenlos bleibt oder sogar dazu führt, dass den Betroffenen die Kündigung nahegelegt wird".

(T.Burkhard--BBZ)