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Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz rechnet mit dauerhaft niedrigeren Strompreisen in wenigen Jahren. Schon heute sänken die Strombörsenpreise "gewaltig", sobald der Anteil der erneuerbaren Energien im 50Hertz-Netz auf mehr als 90 Prozent steige, sagte Unternehmenschef Stefan Kapferer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. Den Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben sei das beste Unterstützungsprogramm für die deutsche Industrie.
Die Bundeswehr kämpft trotz groß angelegter Werbekampagnen weiter mit sinkenden Bewerberzahlen. In den ersten Monaten dieses Jahres bewarben sich deutlich weniger Männer und Frauen für den Soldatenberuf als im Vorjahreszeitraum, wie der "Spiegel" am Mittwoch berichtete. "Der Trend rückläufiger Bewerbungen hält, trotz erheblicher Bemühungen, auch in 2023 an", zitierte das Magazin aus einer vertraulichen Vorlage für die Spitze des Bundesverteidigungsministeriums.
Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will einem Bericht zufolge mit einem neuen Anreiz-Programm den Wohnungsbau ankurbeln. Sie plane, die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Neubauten ab dem kommenden Jahr und befristet bis Ende des Jahres 2030 massiv zu erweitern, berichtete am Mittwoch das Nachrichtenportal "The Pioneer" unter Berufung auf einen Ergänzungsvorschlag der Bauministerin für das Wachstumschancengesetz von Finanzminister Christian Lindner (FDP).
Die chinesische Führung hat den Export zweier Metalle zur Herstellung von Halbleitern eingeschränkt. Am Dienstag trat eine Verfügung des Handelsministeriums in Kraft, nach der Unternehmen, die Gallium oder Germanium ausführen möchten, eine gesonderte Lizenz brauchen. Die Volksrepublik reagierte damit auf Maßnahmen der US-Regierung, die den chinesischen Zugang zu hochentwickelten Halbleitern beschneiden sollen.
Das Freiburger Ökoinstitut hat sich in einer von dem Ökoenergieanbieter Green Planet Energy in Auftrag gegebenen Analyse für eine veränderte Kennzeichnung von Ökostrom ausgesprochen. Werbeaussagen von Stromanbietern zur Klimabilanz ihrer Stromprodukte seien demnach häufig "irreführend oder gar falsch", wie Green Planet Energy am Dienstag in Hamburg erklärte. So sei vielen Kundinnen und Kunden nicht bewusst, dass der bloße Bezug von Ökostrom aus bereits rentabel laufenden Anlagen keinen Beitrag zur weiteren Einsparung von CO2 darstelle.
Noch immer scheitern Menschen mit einer ausländischen IBAN-Kontonummer in Deutschland und anderen europäischen Ländern bei Internet-Bestellungen oder Vertragsabschlüssen. Auf diesen Umstand wies am Dienstag die von Unternehmen aus dem Finanz-, Bank- und Zahlungsdienstleistungsbereich getragene Initiative Accept my Iban in Brüssel hin. So treten für Menschen mit ausländischen Konten etwa Probleme beim Buchen des Deutschlandtickets auf.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat in Nordrhein-Westfalen mit dem Bau seiner neuen Fabrik für Bauteile des Kampfflugzeugs F-35 begonnen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich startete das Unternehmen am Dienstag den Bau auf dem Flughafengelände in Weeze im Kreis Kleve, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Produktionsbeginn für die Luftwaffe der Bundeswehr und befreundeter Nationen ist für 2025 geplant.
Noch immer scheitern Menschen mit einer ausländischen IBAN-Kontonummer in Deutschland und anderen europäischen Ländern bei Internet-Bestellungen oder Vertragsabschlüssen. Auf diesen Umstand wies am Dienstag die von Unternehmen aus dem Finanz-, Bank- und Zahlungsdienstleistungsbereich getragene Initiative Accept my Iban in Brüssel hin. So treten für Menschen mit ausländischen Konten etwa Probleme beim Buchen des Deutschlandtickets auf.
Der Autobauer BMW hat seine Gewinnprognose für 2023 angehoben. Grund dafür seien "eine anhaltend gute Auftragslage sowie die voraussichtlich bessere Verfügbarkeit seiner Premiumfahrzeuge", teilte der Konzern am Dienstag mit. Es werde nun eine Marge des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von neun bis 10,5 Prozent erwartet - vorher waren es acht bis zehn Prozent.
Ungeachtet des Putsches im Niger sieht die EU-Kommission keinen Mangel bei Kernbrennstoffen für europäische Atomkraftwerke. Es bestehe derzeit "kein Versorgungsrisiko", sagte Kommissionssprecher Adalbert Jahnz am Dienstag in Brüssel. Der Niger lieferte bisher rund ein Viertel des in der EU verwendeten Urans.
Eine fehlende Telefonnummer in der Widerrufsbelehrung von Tesla-Kaufverträgen könnte dem Autobauer nach Ansicht von Verbraucher-Anwälten zum Verhängnis werden. Käuferinnen und Käufer der E-Autos hätten wegen des Formfehlers keine Möglichkeit des mündlichen Widerrufs gehabt, erklärte die Rechtsanwaltskanzlei Goldenstein am Dienstag in Berlin. Dadurch sei die Rückgabe des neuen Autos und die Rückerstattung der gesamten Kosten in zehntausenden Fällen auch ein Jahr nach dem Erhalt des Fahrzeuges möglich.
In Deutschland sind im Juli noch rund 228.000 Ausbildungsstellen unbesetzt gewesen. Damit gab es im vergangenen Monat deutlich mehr Ausbildungsplätze als Ausbildungsstellen, erklärte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg. Auch wenn das Ausbildungsjahr bereits begonnen habe, könnten viele junge Menschen somit jetzt noch eine Stelle annehmen.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) rechnet mit grünem Licht aus Brüssel für die Förderung des Baus neuer Wasserstoffkraftwerke zur Stromproduktion in Deutschland. In den vergangenen Tage habe sich die Bundesregierung "in intensiven Gesprächen" mit der EU-Kommission über den beihilferechtlichen Rahmen für die geplanten Ausschreibungen verständigt, sagte Habeck am Dienstag in Hamburg. Damit sei zugleich "der entscheidende Schritt gelungen".
Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone bleibt auf einem Allzeittief. Die Quote betrug im Juni 6,4 Prozent und blieb damit im Vergleich zum Mai stabil, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Erfassung in den Ländern der Währungsunion vor rund 25 Jahren.
Der Arbeitsmarkt ist im Juli trotz der mauen wirtschaftlichen Aussichten weitgehend stabil geblieben. Die Arbeitslosigkeit sei um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent gestiegen, dies sei aber "mit der einsetzenden Sommerpause üblich", erklärte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Dienstag. BA-Chefin Andrea Nahles befürchtet einen abflauenden Anstieg der Beschäftigung, Experten sehen "erste Risse" im bislang sehr widerstandsfähigen Arbeitsmarkt.
Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr fehlen nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hunderttausende Betreuungsplätze. Die Betreuungslücke sei sogar noch gewachsen. "Während 2014 noch rund 187.000 Plätze fehlten, waren es im vergangenen Jahr knapp 266.000", teilte das IW am Dienstag mit. Zuletzt schrumpfte die Lücke demnach etwas - vor allem, weil es weniger Kleinkinder in Deutschland gibt.
Mehr als jedes zweite deutsche Großunternehmen stoppt geplante Investitionsprojekte. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Beratungsfirma EY hervor. Für diese wurden 1200 Vorstandsvorsitzende von Großunternehmen weltweit befragt, davon hundert in Deutschland. Zum Jahresbeginn hatten demnach 29 Prozent der Konzerne hierzulande angegeben, Investitionen zu stoppen - nun sind es 53 Prozent.
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hofft im Kampf gegen Russland auf Langstreckenwaffen aus Deutschland und fordert zugleich mehr Tempo mit Blick auf Marschflugkörper des Typs Taurus. Er hoffe, "die Lieferung von Taurus dauert nicht so lange wie die Panzerdebatte in Deutschland", sagte Makeiev der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" vom Dienstag. Das Bundesverteidigungsministerium lehnt die Lieferung dieser Marschflugkörper bislang ab.
Die Menschen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2023 weniger Bier getrunken als im Vorjahreszeitraum. Der Inlandsabsatz deutscher Brauereien sank um 3,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Liter, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Alkoholfreies Bier wird hingegen immer beliebter: Die Produktionsmenge hat sich den Angaben nach bis 2022 im Vergleich zu 2012 um 96 Prozent erhöht und damit fast verdoppelt.
Die Arbeitslosigkeit ist im Juli um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent angestiegen. "Wie mit der einsetzenden Sommerpause üblich" erhöhte sich die Zahl der Arbeitssuchenden um 62.000 auf 2,6 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Dienstag mitteilte. Verglichen mit Juli 2022 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 147.000.
Der verstaatlichte Energiekonzern Uniper hat sein "außergewöhnlich" gutes Ergebnis im ersten Halbjahr bestätigt und einen beschleunigten "grünen" Umbau angekündigt. Der Nettogewinn lag im ersten Halbjahr bei knapp 2,5 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Nun solle die Transformation hin zu klimafreundlicher Energieproduktion beschleunigt werden, bis 2040 strebe Uniper Klimaneutralität an.
Kurz nach der Umbenennung der Onlineplattform Twitter in "X" und der Installation des neuen Logos auf dem Dach der Firmenzentrale in San Francisco, muss dieses auch schon wieder entfernt werden. Nach einer Klage der Stadt wurde das riesige "X" aus Metall am Montag abgebaut, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Nach jahrelangem Stillstand wollen die Europäische Union und die Philippinen die Gespräche über ein Freihandelsabkommen wieder aufnehmen. Darin liege ein "enormes Potenzial" für beide Seiten, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag bei einem Besuch in Manila. Die Vorbereitungen sollen nach ihren Angaben sofort beginnen.
Der vor zehn Jahren eingeführte Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr hat seine Ziele nach Ansicht des Paritätischen Gesamtverbands bisher nicht erreicht. Der Rechtsanspruch sei "eine gute Idee, die aber in der Realität oftmals an zu wenigen Betreuungsplätzen scheitert", erklärte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider am Montag mit Blick auf den seit 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruch.
Die Zahl der Baustellen auf deutschen Autobahnen ist seit vergangenem Jahr deutlich gewachsen. Rund 2172 Kilometer an Baustellen sorgen auf den Fernstraßen für Staugefahr, wie das Vergleichsportal billiger-mietwagen.de am Montag auf Grundlager einer von ihm in Auftrag gegebenen Analyse am Montag in Köln mitteilte. Dies waren demnach fast 600 Kilometer mehr als noch im September 2022.
Weißweine und Rosé aus Deutschland werden in Skandinavien immer mehr getrunken: Das Deutsche Weininstitut veröffentlichte am Montag Zahlen der Alkoholmonopole in Norwegen, Schweden und Finnland. In Norwegen ist Deutschland demnach Marktführer bei Weißwein vor Frankreich, der Absatz stieg im ersten Halbjahr um zwei Prozent. Der Verkauf von Roséwein wuchs dort sogar um 54 Prozent und steht nun auf Platz drei der Herkunftsländer.
Angesichts schwacher Wachstumszahlen hat die chinesische Regierung am Montag zahlreiche Maßnahmen angekündigt, die den Konsum im Land ankurbeln sollen. Zu einem vom Staatsrat veröffentlichten 20-Punkte-Plan gehören etwa Unterstützungen für "grüne" Konsumgüter wie Elektroautos sowie für Kultur- und Sportveranstaltungen, mehr Ausgaben für Dienstleistungen wie die Gesundheitspflege oder mehr vom Staat subventionierte Mietwohnungen. In ländlichen Regionen soll die Infrastruktur verbessert werden.
Der gewaltsame Angriff auf die Stuttgarter CSD-Parade am Wochenende hat für Bestürzung gesorgt. Die Attacken seien "schockierend, irritierend und scharf zu verurteilen", kritisierte der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Frank Nopper (CDU), am Montag in einer Erklärung. Mit besonderer Verwunderung wurde aufgenommen, dass die Täter offenbar aus dem Linksaußen-Spektrum kommen: Einer Antifa-Gruppierung begründete den Angriff damit, dass auch die CDU an der Parade von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten teilgenommen habe.
Ein Gutachten soll klären, ob der Staat den ehemaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Zusammenhang mit der geplatzten Pkw-Maut in Regress nehmen kann. Aufgrund der "erheblichen Schadenshöhe" von 243 Millionen Euro könne der Fall "nicht einfach zur Seite gelegt werden", sagte ein Sprecher von Scheuers Nachfolger Volker Wissing (FDP) am Montag in Berlin. Es sei "auch eine rechtliche Frage, ob und in welchem Ausmaß Fahrlässigkeit" vorgelegen habe. Dies werde nun untersucht.
Die Wirtschaft in den Euro-Ländern hat sich im Frühjahr wieder leicht belebt: Zwischen April und Juni legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal zu, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in einer Schnellschätzung in Luxemburg mitteilte. In Italien schrumpfte die Wirtschaft allerdings überraschend um 0,3 Prozent. Sorgen bereitet den Ökonomen auch Deutschland.
Die Inflation in den Euroländern hat sich den zweiten Monat in Folge abgeschwächt. Im Juli lag die Teuerung im Jahresvergleich bei 5,3 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Montag auf Grundlage vorläufiger Zahlen in Luxemburg mitteilte. Im Juni hatte sie in den 20 Euro-Ländern noch bei 5,5 Prozent gelegen, im Mai bei 6,1 Prozent.
Die Nachfrage der deutschen Unternehmen nach Arbeitskräften ist im Juli stabil geblieben. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) verharrte bei 119 Punkten, wie die Behörde am Montag mitteilte. Seit Mai 2022 war die Nachfrage fast beständig gesunken. Im Vergleich zum Juli vergangenes Jahr ging der Index um 15 Punkte zurück.