Berliner Boersenzeitung - DIHK-Umfrage: Unternehmen spüren Druck aus China - wählen aber Flucht nach vorn

EUR -
AED 4.124657
AFN 72.993177
ALL 90.670985
AMD 404.40325
ANG 2.009873
AOA 1030.885518
ARS 1737.668858
AUD 1.602547
AWG 2.021344
AZN 1.905172
BAM 1.950977
BBD 2.26105
BDT 139.764454
BGN 1.962759
BHD 0.423752
BIF 3380.135586
BMD 1.122969
BND 1.435052
BOB 13.611227
BRL 6.130401
BSD 1.122644
BTN 106.186525
BWP 15.412073
BYN 3.349718
BYR 22010.185214
BZD 2.257798
CAD 1.56868
CDF 2599.672515
CHF 0.917291
CLF 0.027551
CLP 1084.349538
CNY 7.494187
CNH 7.495406
COP 3625.133653
CRC 509.930194
CUC 1.122969
CUP 26.942389
CVE 111.058399
CZK 24.269152
DJF 199.57468
DKK 7.474926
DOP 68.029865
DZD 152.687371
EGP 61.454569
ERN 16.84453
ETB 184.247536
FJD 2.535608
FKP 0.836913
GBP 0.833608
GEL 2.926405
GGP 0.836913
GHS 13.061591
GIP 0.836913
GMD 83.099935
GNF 9943.887106
GTQ 8.578943
GYD 235.204305
HKD 8.81015
HNL 30.172403
HRK 7.601386
HTG 147.076376
HUF 362.445994
IDR 20335.221349
ILS 3.541731
IMP 0.836913
INR 105.945634
IQD 1701.892334
IRR 2115008.672502
ISK 136.59797
JEP 0.836913
JMD 177.940071
JOD 0.796188
JPY 177.946689
KES 145.907298
KGS 98.203298
KHR 4564.6739
KMF 495.229357
KPW 1010.671727
KRW 1506.743421
KWD 0.349041
KYD 0.935479
KZT 507.365286
LAK 25274.288157
LBP 100527.865172
LKR 373.546464
LRD 190.836487
LSL 18.479142
LTL 3.315834
LVL 0.679272
LYD 7.198204
MAD 10.966288
MDL 20.134042
MGA 5070.41902
MKD 61.559036
MMK 2357.696037
MNT 4040.539053
MOP 9.070889
MRU 45.664289
MUR 52.880836
MVR 17.355488
MWK 1946.552781
MXN 20.881492
MYR 4.56307
MZN 71.769503
NAD 18.478814
NGN 1511.98732
NIO 41.307873
NOK 10.4412
NPR 169.898439
NZD 1.997009
OMR 0.431778
PAB 1.122714
PEN 3.87472
PGK 5.037545
PHP 71.143993
PKR 310.53914
PLN 4.384384
PYG 6807.170322
QAR 4.092781
RON 5.342183
RSD 117.62423
RUB 91.86046
RWF 1651.901219
SAR 4.218251
SBD 9.041826
SCR 15.535157
SDG 675.463945
SEK 10.933109
SGD 1.436238
SHP 0.837224
SLE 25.727451
SLL 23548.095696
SOS 641.60801
SRD 42.18324
STD 23243.183446
STN 24.440011
SVC 9.822715
SYP 14600.837817
SZL 18.469173
THB 37.758135
TJS 10.355812
TMT 3.94162
TND 3.345828
TOP 2.703839
TRY 56.16775
TTD 7.61005
TWD 36.915332
TZS 2974.410349
UAH 51.123405
UGX 4608.687811
USD 1.122969
UYU 45.1376
UZS 13347.761996
VES 999.483181
VND 28865.347237
VUV 134.163677
WST 3.121077
XAF 655.957
XAG 0.021485
XAU 0.000276358423
XCD 3.034879
XCG 2.023117
XDR 0.793997
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.217134
ZAR 18.429982
ZMK 10108.069683
ZMW 22.767508
ZWL 361.595442
SSP 6452.538283
MXV 2.350452
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

DIHK-Umfrage: Unternehmen spüren Druck aus China - wählen aber Flucht nach vorn
DIHK-Umfrage: Unternehmen spüren Druck aus China - wählen aber Flucht nach vorn / Foto: Pedro PARDO - AFP/Archiv

DIHK-Umfrage: Unternehmen spüren Druck aus China - wählen aber Flucht nach vorn

Deutschen Unternehmen ist zunehmend Konkurrenz aus China auf den Fersen - doch laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sind die heimischen Firmen zugleich entschlossen, sich in dem Wettstreit zu behaupten. "Der Wettbewerb mit China hat ein neues Ausmaß erreicht", erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Die deutschen Unternehmen stecken deshalb aber nicht den Kopf in den Sand, sondern suchen aktiv nach eigenen Antworten."

Textgröße:

Laut der am Donnerstag veröffentlichten DIHK-Sonderumfrage zur Wettbewerbsfähigkeit mit China, für die die Antworten von rund 1300 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungssektor ausgewertet wurden, spüren inzwischen zwei Drittel der Unternehmen Druck durch chinesische Wettbewerber. In der Industrie sind es sogar 83 Prozent. "Chinesische Unternehmen konkurrieren längst nicht mehr nur über Menge und Preis", erläuterte Treier. "Sie sind technologisch stark, innovativ und international immer präsenter."

Allerdings seien chinesische Lieferketten und Produktionsstandorte auch für manche deutsche Betriebe sogar Voraussetzung, um selbst international wettbewerbsfähig zu bleiben, führte die DIHK aus. Gleichzeitig beklagten die befragten Unternehmen einen "massiven Preis- und Margendruck, hohe staatliche Unterstützung chinesischer Bewerber und nicht zuletzt schwierige Rahmenbedingungen am heimischen Standort". Teils seien neue Maschinen aus China günstiger als die Reparatur bestehender Anlagen in Deutschland.

Am stärksten ist der Druck bei Unternehmen mit engem China-Geschäft: 88 Prozent der Unternehmen mit eigenem Standort in China berichten der DIHK zufolge von wachsender Konkurrenz. Doch selbst 38 Prozent der Unternehmen ohne direkte China-Geschäfte spüren demnach den gestiegenen Wettbewerb. "Der Wettstreit findet also längst nicht mehr nur in China statt, sondern auch in Deutschland, im EU-Binnenmarkt und auf Drittmärkten", erklärte die Industrie- und Handelskammer.

Ein Rückzug aus ihrem Geschäftsfeld kommt für 88 Prozent der betroffenen Unternehmen laut der Umfrage nicht infrage. "Stattdessen setzen 60 Prozent auf Produktinnovationen, 50 Prozent auf Kostensenkungen und 39 Prozent auf die Erschließung neuer Absatzmärkte", erklärte die DIHK. Fast jedes dritte Unternehmen reagiere zudem mit verstärkter Kooperation mit chinesischen Partnern.

Treier wertete dies als "starkes" Signal. "Die Unternehmen ergeben sich nicht ihrem Schicksal", erklärte er. "Sie innovieren, senken Kosten und erschließen neue Märkte." Wettbewerb könne "ein Katalysator" sein, erklärte er. "Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen und der Wettbewerb fair sein", schränkte der DIHK-Außenwirtschaftschef ein. Denn laut der Umfrage monieren die deutschen Unternehmen auch Probleme vor der eigenen Haustür und beklagen unter anderem hohe Arbeits- und Energiekosten sowie wachsende Bürokratie.

Von der europäischen Politik erwarten die Unternehmen laut der Umfrage vor allem Geschlossenheit: 67 Prozent fordern ein koordiniertes außenwirtschaftliches Auftreten gegenüber China, 60 Prozent sind für eine Verringerung strategischer Abhängigkeiten und fast die Hälfte der Firmen (49 Prozent) spricht sich dafür aus, chinesische Unternehmen von kritischen Infrastrukturprojekten auszuschließen. Auf der anderen Seite sagen 25 Prozent der Befragten, dass Handels- und Investitionshürden abgebaut werden sollten; 18 Prozent wünschen sich erleichterte Innovationspartnerschaften.

"Bemerkenswert" sei die Bereitschaft der Unternehmen, auch eigene Belastungen in Kauf zu nehmen, hob die DIHK hervor. Demnach befürworten 55 Prozent stärkere EU-Maßnahmen gegen Wettbewerbsverzerrungen selbst dann, wenn dem eigenen Unternehmen dadurch Nachteile entstehen könnten. 37 Prozent lehnen dies ab.

Treier verwies darauf, dass es bei den befragten Unternehmen sowohl Forderungen nach einem entschiedeneren Vorgehen gegen Subventionen, Dumping oder regulatorische Schlupflöcher gebe, andererseits aber auch Warnungen vor zusätzlichen Zöllen oder Belastungen. "Die Unternehmen wollen fairen Wettbewerb statt Abschottung", erklärte er. Nach Auffassung des DIHK-Außenwirtschaftschef muss Europa daher einen Spagat bewältigen und einerseits Wettbewerbsverzerrungen begegnen - dürfe sich "mit pauschalen Maßnahmen aber nicht selbst schaden".

(Y.Berger--BBZ)