Berliner Boersenzeitung - UN-Bericht: Treibhausgas-Konzentration in Erdatmosphäre auf neuem Rekordstand

EUR -
AED 4.127321
AFN 73.04034
ALL 90.729764
AMD 404.665666
ANG 2.011176
AOA 1031.553957
ARS 1738.943785
AUD 1.601552
AWG 2.025463
AZN 1.913452
BAM 1.952241
BBD 2.262516
BDT 139.855058
BGN 1.964032
BHD 0.424123
BIF 3356.451657
BMD 1.123697
BND 1.435982
BOB 13.620051
BRL 6.137409
BSD 1.123372
BTN 106.255362
BWP 15.422064
BYN 3.35189
BYR 22024.453639
BZD 2.259261
CAD 1.569074
CDF 2598.549276
CHF 0.917948
CLF 0.027547
CLP 1084.074774
CNY 7.507306
CNH 7.497725
COP 3633.529187
CRC 510.260764
CUC 1.123697
CUP 26.959855
CVE 110.064364
CZK 24.256904
DJF 199.70346
DKK 7.474251
DOP 67.457033
DZD 152.760408
EGP 61.491828
ERN 16.855449
ETB 184.366977
FJD 2.519047
FKP 0.837456
GBP 0.834036
GEL 2.911728
GGP 0.837456
GHS 13.070058
GIP 0.837456
GMD 83.153296
GNF 9950.333543
GTQ 8.584504
GYD 235.356779
HKD 8.81581
HNL 30.191963
HRK 7.606314
HTG 147.171721
HUF 362.097781
IDR 20335.08815
ILS 3.544031
IMP 0.837456
INR 105.978974
IQD 1702.995611
IRR 2116379.75381
ISK 136.607941
JEP 0.837456
JMD 178.055423
JOD 0.796739
JPY 177.890729
KES 145.956778
KGS 98.267485
KHR 4567.633017
KMF 495.550463
KPW 1011.326909
KRW 1506.180183
KWD 0.349233
KYD 0.936085
KZT 507.694193
LAK 25290.672585
LBP 100593.033834
LKR 373.788621
LRD 190.960199
LSL 18.491122
LTL 3.317984
LVL 0.679713
LYD 7.20287
MAD 10.973397
MDL 20.147095
MGA 5073.705993
MKD 61.626804
MMK 2359.224448
MNT 4043.158392
MOP 9.076769
MRU 45.693891
MUR 52.914759
MVR 17.366712
MWK 1947.814662
MXN 20.860849
MYR 4.566138
MZN 71.815099
NAD 18.490793
NGN 1512.967507
NIO 41.334651
NOK 10.449204
NPR 170.008579
NZD 1.995853
OMR 0.432068
PAB 1.123442
PEN 3.877232
PGK 5.040811
PHP 71.06933
PKR 310.740451
PLN 4.383591
PYG 6811.58317
QAR 4.095434
RON 5.341266
RSD 117.622967
RUB 91.92166
RWF 1652.972088
SAR 4.220986
SBD 9.047688
SCR 15.619598
SDG 675.900219
SEK 10.927303
SGD 1.436528
SHP 0.837767
SLE 25.744042
SLL 23563.361094
SOS 642.023942
SRD 42.210493
STD 23258.251181
STN 24.455855
SVC 9.829083
SYP 14610.303024
SZL 18.481146
THB 37.736543
TJS 10.362526
TMT 3.944175
TND 3.347997
TOP 2.705591
TRY 56.207681
TTD 7.614983
TWD 36.908381
TZS 2977.793835
UAH 51.156547
UGX 4611.675461
USD 1.123697
UYU 45.166861
UZS 13356.414878
VES 1000.131113
VND 28884.059621
VUV 134.25065
WST 3.1231
XAF 655.957
XAG 0.02143
XAU 0.000276106781
XCD 3.036847
XCG 2.024429
XDR 0.794512
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.389046
ZAR 18.419152
ZMK 10114.614416
ZMW 22.782267
ZWL 361.829851
SSP 6456.721236
MXV 2.348128
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

UN-Bericht: Treibhausgas-Konzentration in Erdatmosphäre auf neuem Rekordstand
UN-Bericht: Treibhausgas-Konzentration in Erdatmosphäre auf neuem Rekordstand / Foto: GEORGE FREY - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

UN-Bericht: Treibhausgas-Konzentration in Erdatmosphäre auf neuem Rekordstand

Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Erdatmosphäre hat im vergangenen Jahr laut UN-Angaben einen neuen Rekordstand erreicht. So reicherte sich Kohlendioxid (CO2) schneller denn je in der Erdatmosphäre an, wie es in einem am Montag in Genf veröffentlichten Bericht der Weltmeteorologieorganisation (WMO) heißt. Auch die Werte für Methan und Stickstoffoxide stiegen demnach erneut an. Nach Erkenntnissen des UN-Klimasekretariats kommen Staaten ihren Verpflichtungen zur Senkung der Treibhausgase bis 2030 bei Weitem nicht nach.

Textgröße:

Allein in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahm die CO2-Konzentration laut dem WMO-Bericht um mehr als zehn Prozent zu. Wegen der langen Lebensdauer dieses Treibhausgases in der Atmosphäre werden die bereits erfolgten Emissionen noch jahrzehntelang für einen Temperaturanstieg sorgen, selbst wenn von jetzt an der Treibhausgasaustoß schnell auf Null zurückgefahren würde.

"Ein weiteres Jahr, ein weiterer Rekord. Dies sollte die Alarmglocken bei den Entscheidungsträgern schrillen lassen", erklärte WMO-Chefin Celeste Saulo. "Wir sind eindeutig nicht auf Kurs, das Ziel des Paris-Abkommens zu erreichen."

Das 2015 geschlossene Pariser Klimaabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad. Solange aber die Menschheit weiterhin Treibhausgase etwa durch die Nutzung fossiler Energieträger wie Erdöl und Erdgas produziert, nimmt deren Konzentration in der Erdatmosphäre zu und sorgt für einen weiteren Temperaturanstieg.

Nach Angaben der WMO geht die Erderwärmung zu 64 Prozent auf den Ausstoß von Kohlendioxid zurück. Aber auch Methan und Stickstoffoxid, auch bekannt als Lachgas, sind bedeutende Treibhausgase. Seit dem vorindustriellen Zeitalter vor 1750 stieg die CO2-Konzentration bis 2023 um 151 Prozent, bei Methan um 265 Prozent und bei Stickstoffoxid um 125 Prozent.

Eine vergleichbare CO2-Konzentration wie heute herrschte den Experten zufolge vor drei bis fünf Millionen Jahren auf der Erde. Damals war es im Durchschnitt zwei bis drei Grad Celsius wärmer, zudem lag der Meeresspiegel bis zu 20 Meter höher.

Diese Werte seien "mehr als Statistik", warnte WMO-Chefin Saulo. Jeder weitere Anstieg der Treibhausgaskonzentration und "jeder Bruchteil eines Grads" der weiteren Erderwärmung habe "eine reale Auswirkung auf unser Leben und unseren Planeten".

Laut einem ebenfalls am Montag vom UN-Klimasekretariat veröffentlichten Bericht ist die Welt derzeit allerdings weit von einer Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels entfernt. Statt wie vereinbart die Treibhausgase bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2019 um 43 Prozent zu reduzieren, führten die aktuellen Bemühungen der Staaten nur zu einer Senkung von 2,6 Prozent, hieß es darin.

"Die derzeitigen nationalen Klimapläne bleiben meilenweit hinter dem zurück, was nötig ist, um die globale Erwärmung zu stoppen", sagte UN-Klimasekretär Simon Stiell. Die bestehenden nationalen Klimaschutzziele würden dazu führen, dass im Jahr 2030 rund 51,5 Milliarden Tonnen CO2 und andere Treibhausgase ausgestoßen würden - ein Wert, der "für ausnahmslos jedes Land ein menschliches und wirtschaftliches Desaster garantieren würde", betonte Stiell.

"Die Staaten machen Trippelschritte in Richtung Klimaschutz, dabei hätten sie längst ihre Siebenmeilenstiefel anziehen müssen", erklärte die Klimaexpertin des WWF Deutschland, Fentje Jacobsen. Eine neue Runde zu nationalen Klimabeiträgen müsse zeigen, dass es den Ländern ernst sei mit dem Ende der fossilen Energien, "die maßgeblich für die Klimakrise verantwortlich sind".

Beide UN-Berichte zeichnen zwei Wochen vor Beginn der Klimakonferenz (COP29) in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku ein düsteres Bild. Bei den zweiwöchigen Beratungen von Delegationen aus mehr als 190 Ländern geht es unter anderem darum, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu beschleunigen, um das Pariser Klimaziel doch noch erreichen zu können. Zudem wird in Baku über die Finanzierung von Klimaschutzmaßmahmen beraten.

(K.Müller--BBZ)