Berliner Boersenzeitung - Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck

EUR -
AED 4.127321
AFN 73.04034
ALL 90.729764
AMD 404.665666
ANG 2.011176
AOA 1031.553957
ARS 1738.943785
AUD 1.601552
AWG 2.025463
AZN 1.913452
BAM 1.952241
BBD 2.262516
BDT 139.855058
BGN 1.964032
BHD 0.424123
BIF 3356.451657
BMD 1.123697
BND 1.435982
BOB 13.620051
BRL 6.137409
BSD 1.123372
BTN 106.255362
BWP 15.422064
BYN 3.35189
BYR 22024.453639
BZD 2.259261
CAD 1.569074
CDF 2598.549276
CHF 0.917948
CLF 0.027547
CLP 1084.074774
CNY 7.507306
CNH 7.497725
COP 3633.529187
CRC 510.260764
CUC 1.123697
CUP 26.959855
CVE 110.064364
CZK 24.256904
DJF 199.70346
DKK 7.474251
DOP 67.457033
DZD 152.760408
EGP 61.491828
ERN 16.855449
ETB 184.366977
FJD 2.519047
FKP 0.837456
GBP 0.834036
GEL 2.911728
GGP 0.837456
GHS 13.070058
GIP 0.837456
GMD 83.153296
GNF 9950.333543
GTQ 8.584504
GYD 235.356779
HKD 8.81581
HNL 30.191963
HRK 7.606314
HTG 147.171721
HUF 362.097781
IDR 20335.08815
ILS 3.544031
IMP 0.837456
INR 105.978974
IQD 1702.995611
IRR 2116379.75381
ISK 136.607941
JEP 0.837456
JMD 178.055423
JOD 0.796739
JPY 177.890729
KES 145.956778
KGS 98.267485
KHR 4567.633017
KMF 495.550463
KPW 1011.326909
KRW 1506.180183
KWD 0.349233
KYD 0.936085
KZT 507.694193
LAK 25290.672585
LBP 100593.033834
LKR 373.788621
LRD 190.960199
LSL 18.491122
LTL 3.317984
LVL 0.679713
LYD 7.20287
MAD 10.973397
MDL 20.147095
MGA 5073.705993
MKD 61.626804
MMK 2359.224448
MNT 4043.158392
MOP 9.076769
MRU 45.693891
MUR 52.914759
MVR 17.366712
MWK 1947.814662
MXN 20.860849
MYR 4.566138
MZN 71.815099
NAD 18.490793
NGN 1512.967507
NIO 41.334651
NOK 10.449204
NPR 170.008579
NZD 1.995853
OMR 0.432068
PAB 1.123442
PEN 3.877232
PGK 5.040811
PHP 71.06933
PKR 310.740451
PLN 4.383591
PYG 6811.58317
QAR 4.095434
RON 5.341266
RSD 117.622967
RUB 91.92166
RWF 1652.972088
SAR 4.220986
SBD 9.047688
SCR 15.619598
SDG 675.900219
SEK 10.927303
SGD 1.436528
SHP 0.837767
SLE 25.744042
SLL 23563.361094
SOS 642.023942
SRD 42.210493
STD 23258.251181
STN 24.455855
SVC 9.829083
SYP 14610.303024
SZL 18.481146
THB 37.736543
TJS 10.362526
TMT 3.944175
TND 3.347997
TOP 2.705591
TRY 56.207681
TTD 7.614983
TWD 36.908381
TZS 2977.793835
UAH 51.156547
UGX 4611.675461
USD 1.123697
UYU 45.166861
UZS 13356.414878
VES 1000.131113
VND 28884.059621
VUV 134.25065
WST 3.1231
XAF 655.957
XAG 0.02143
XAU 0.000276106781
XCD 3.036847
XCG 2.024429
XDR 0.794512
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.389046
ZAR 18.419152
ZMK 10114.614416
ZMW 22.782267
ZWL 361.829851
SSP 6456.721236
MXV 2.348128
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck
Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck / Foto: Blake Fagan - AFP

Zinsen für US-Staatsanleihen steigen - und setzen die Trump-Regierung unter Druck

Mit dem Rückkauf von Staatsanleihen zielt die US-Regierung von Präsident Donald Trump auf eine Beruhigung der Märkte ab - doch stattdessen sind die Zinssätze für die Schuldverschreibungen weiter in die Höhe geschossen. Am Mittwoch erreichte die Rendite von US-Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit zeitweilig 4,85 Prozent - den höchsten Stand seit 2023. Die Risiken für die Staatsfinanzen der weltweit größten Volkswirtschaft nehmen damit zu.

Textgröße:

Staatsanleihen werden von Staaten ausgegeben, um sich an den Kapitalmärkten Geld zu beschaffen und spielen für den Haushalt vieler Volkswirtschaften eine zentrale Rolle, denn kaum ein Land finanziert seinen Haushalt allein über die laufenden Steuereinnahmen. Zugleich können sich Änderungen an den Zinsen, die der Staat seinen Gläubigern für die Schuldverschreibungen zahlt, empfindlich auswirken: Denn eine höhere Zinslast belastet den Haushalt dann zusätzlich, was eine Spirale neuer Verschuldung nach sich ziehen kann - zu schlechteren Konditionen für den Staat.

In den USA hatte die Staatsverschuldung zuletzt erstmals die Schwelle von 40 Billionen Dollar (aktuell knapp 34,4 Billionen Euro) überschritten, wie das Finanzministerium im August mitgeteilt hatte. Die Renditen für langfristige Staatsanleihen mit dreißigjähriger Laufzeit waren deshalb bereits im vergangenen Monat mit 5,33 Prozent auf das höchste Niveau seit fast zwei Jahrzehnten gestiegen; am Mittwoch lagen sie mit 5,29 Prozent auf ähnlich hohem Niveau.

Um die Märkte zu beruhigen hatte Trumps Finanzminister Scott Bessent im August eine Strategie vorgestellt, den Rückkauf von Staatsanleihen auszuweiten. Am Mittwoch war nun mit Spannung erwartet worden, wie umfangreich dieser Rückkauf ausfällt - und die Märkte reagierten enttäuscht. Zwar kündigte das Finanzministerium an, langfristige Anleihen im Wert von bis zu sechs Milliarden Dollar zurückzukaufen zu wollen, was einer Verdreifachung des üblicherweise bei derartigen Maßnahmen eingesetzten Betrags entspricht.

Dies sei jedoch "kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein", kommentierte Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Märkte hätten vielmehr damit gerechnet, dass das Rückkaufvolumen eher zehn Milliarden Dollar oder sogar noch mehr betragen würde, statt der üblichen zwei Milliarden Dollar. Die sechs Milliarden Dollar seien "nahe am unteren Ende der Markterwartungen" gewesen.

Analyst Patrick O'Hare von Briefing.com verwies darauf, dass nicht nur die Enttäuschung über den Umfang des Rückkaufprogramms den Renditeanstieg für US-Staatsanleihen erklärt haben könnte, sondern der Markt die Maßnahme auch "mehr oder weniger als Hütchenspiel betrachtet" habe. Weitere Experten kritisierten den Rückkaufplan als bloße Notlösung, um die problematische US-Haushaltslage in den Griff zu bekommen - und hoben zudem hervor, dass der Markt für US-Staatsanleihen zu umfangreich sei, um durch das Rückkaufprogramm maßgeblich beeinflusst werden zu können.

Tatsächlich sind am Anleihemarkt gewaltige Summen investiert: Nach Angaben der OECD vom März dieses Jahres nehmen Regierungen und Unternehmen 2026 voraussichtlich 29 Billionen Dollar an den Anleihemärkten auf - vier Billionen Dollar oder 17 Prozent mehr als 2024 und doppelt so viel wie vor zehn Jahren.

Grundsätzlich spiegelt der Anstieg der Zinssätze für US-Staatsanleihen die Einschätzung von Investoren wider, dass der Besitz der Staatsanleihen mit einem größeren Risiko als zuvor verbunden ist, für das sie folglich eine höhere Rendite verlangen. Neben der massiven Staatsverschuldung spielt hinsichtlich eines ungewisseren Ausblicks auf die weitere Entwicklung auch die hartnäckige Inflation ein Rolle, ausgelöst zuvorderst durch die Energiepreissteigerungen wegen des Iran-Krieges.

Gleichzeitig steht die Entwicklung kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress in Widerspruch zu Trumps Versprechen, Preise und Kreditkosten zu senken, wobei auch die politischen Kehrtwenden des Präsidenten - vor allem in Zusammenhang mit Zollandrohungen und Handelskonflikten - dafür sorgen, dass Investoren höhere Prämien verlangen, wenn sie dem Staat Geld leihen. Zudem bekommt die US-Regierung am Anleihemarkt laut Analysten zunehmend Konkurrenz von Unternehmen, die gewaltige Investitionen insbesondere in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (Ki) stemmen wollen. "Das erhöht den Aufwärtsdruck auf die Renditen", erklärte Matthew Ryan von Ebury.

(K.Lüdke--BBZ)